BF 23: Das Buch in deinem Regal, das die wenigsten Seiten hat

Das sollte eigentlich auch nicht schwer herauszufinden sein, aber ich musste doch einige Bücher in die Hand nehmen und die letzte Seitenzahl ansehen. Und dann eines von zweien auswählen, die beide dieselbe Seitenzahl haben. Das eine war eine Schullektüre – wenn auch eine sehr gute – deshalb fiel es mir nicht ganz schwer 🙂

Paul Watzlawick – Vom Unsinn des Sinns oder vom Sinn des Unsinns

Paul Watzlawick war ein bekannter Kommunikationswissenschaftler und Soziologe. Von ihm dürfte am bekanntesten die „Anleitung zum Unglücklichsein“ sein. In „Vom Unsinn des Sinns…“ erläutert Watzlawick die Systemtheorie sowie den radikalen Konstruktivismus.

Bei der Systemtheorie geht es darum, wie komplexe Systeme (Gesellschaften, Konzerne etc.) betrachtet werden müssten, um verstanden und geändert zu werden: nämlich von innen, ohne jedoch das Außen zu missachten. Der Konstruktivismus spricht davon, dass wir unsere Wirklichkeit selbst „erfinden“ oder konstruieren. Und zwar gibt es nach Watzlawick die Wahrnehmung „erster Ordnung“, das ist das, was wir riechen, tasten, schmecken, und die Wahrnehmung zweiter Ordnung, das ist die Einordnung der erstgenannten Wahrnehmung. Und hier gibt es keine Objektivität mehr. Die Wirklichkeit der Sinnzuschreibung wird von unserem Ich, der Kultur, der eigenen Ideologie, dem Wissen etc. erstellt. Hier ein sehr schönes Beispiel aus Italien, das Watzlawick nennt:

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