Counterstrike für Unwissende

Während unser Innnenminister CS verbieten will, aber weiterhin zulassen möchte, dass Sportschützen großkalibrige Waffen zuhause haben (wobei mindestens zwei Amokläufe in Deutschland genau mit solchen legalen Waffen getätigt wurden), kommt immer wieder der Gedanke auf, dass er gar nicht weiß, wovon er redet und wahrscheinlich schon von Solitär hoffnungslos überfordert wäre.
Aber „Sport“-Schützen sind Wähler und CS-Spieler eh unpolitisch…

Hier haben sich ein paar Leute die Mühe gemacht, CS mal zu erklären.

Sehr cool, vielen Dank!

Nein, ich spiele nicht CS, ich habe auch nie CS gespielt, da mir das Konzept nicht sonderlich gefällt. Aber ich bin davon überzeugt, dass gerade CS ein Strategiespiel ist.

Kommentar in der SZ: „verschärftes“ „Waffenrecht“

Da hat Herr Prantl, der einzige SZ-Mitarbeiter (m/w), der sich noch mit Politik beschäftigt, einen wieder mal sehr guten Kommentar geschrieben. Diesmal geht’s um die *hüstel* Verschärfung des Waffen *ähm* Rechts.

Das Waffenrecht wird nicht verschärft.

Das ist, nach dem Blutbad, das ein Jugendlicher mit der Beretta seines Vaters angerichtet hat, das ist, nach den Amokläufen in den zurückliegenden Jahren, eine beachtliche Leistung der Lobby. Die Novellierung des Waffenrechts, die nun bevorsteht, besteht darin, dass nicht mehr mit Farbpistolen aufeinander geschossen werden darf.
[…]
Die Verschärfung des Rechts sieht nun also so aus, dass man mit Waffen, die nicht scharf sind, nicht mehr schießen darf, sehr wohl aber ohne Restriktion mit scharfen Waffen. Die Verbände haben die Politik also davon überzeugt, dass das ganz Naheliegende ganz falsch wäre: Es wäre falsch, dafür zu sorgen, dass nicht mehr 30 Millionen, sondern nur noch drei Millionen Gewehre in deutschen Privathaushalten lagern.
[…]
All diese Regelungen würden nämlich, so sagen die Verbände, ihre Mitglieder unter einen Generalverdacht stellen. Der Gesetzgeber hat das eingesehen. Das ist überraschend.

Die neueren Sicherheitsgesetze arbeiten nämlich alle mit einem Generalverdacht; alle Bürger müssen sich, zur Sicherheit, gewisse Grundrechtseingriffe gefallen lassen, auch wenn keine Anhaltspunkte für Straftaten vorliegen. Der Gesetzgeber hat aber offenbar erkannt, dass man Schützen viel mehr Vertrauen entgegenbringen muss als normalen Bürgern.

Winnenden: irgendwie typisch

Ich verliere nicht viele Worte zum Amoklauf in Winnenden. Manchmal ist es einfach sinnvoller, sich von den Politikern und sonstigen selbsternannten Experten abzuheben und einfach mal ruhig zu sein.
Aber eines fällt mir doch auf:
SpOn berichtet, dass bei diesem Amoklauf ebenso wie bei dem in Erfurt eine für Schützen zugelassene Waffe genutzt wurde. Die Union möchte jedoch weiterhin lieber Killerspiele verbieten als großkalibrige Schusswaffen – obwohl mit Killerspielen bislang niemand ermordet wurde…

Naja, irgendwoher müssen die Stimmen für diese Politiker ja kommen…