Arbeitspflicht für Hartz IV-Empfänger?

***(1) Roland Koch hat gefordert, dass eine Arbeitspflicht für Hartz IV-Empfänger eingeführt wird:

Wir müssen jedem Hartz-IV-Empfänger abverlangen, dass er als Gegenleistung für die staatliche Unterstützung einer Beschäftigung nachgeht, auch niederwertiger Arbeit, im Zweifel in einer öffentlichen Beschäftigung

Das hilft sicher den klammen Ländern, schließlich können sie bereits jetzt – dank 1 Euro-Jobbern – reichlich Geld einsparen und feste Arbeitsplätze abbauen. Und dann, wenn all die gesunden Hartz IVer dazu kommen, noch viel mehr. Tolle Sache – insbesondere, wenn in XX Jahren die Rentenkassen klagen, dass kein Geld da ist. Und wenn dann nächstes Jahr die Arbeitsversicherung ein noch größeres Minus macht, weil sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze abgebaut werden. Nicht vergessen werden dürfen freilich auch nicht die Arbeitnehmer, die aktuell einen Job haben und auch behalten: bei diesen kennen die Tarifverhandlungen nur einen Weg: nach unten.

Über folgenden Absatz muss man keine Worte verlieren

Wir haben ja zwei Gruppen“, sagte Koch nun der „Wirtschaftswoche“. „Jene, die durch die Unbilden des Lebens, völlig ohne eigene Schuld, in Not geraten sind. Denen möchte man Hartz IV eigentlich nicht zumuten. Und wir haben Menschen, die mit dem System spielen und Nischen ausnutzen. Wenn man das nicht beschränkt, wird das System auf Dauer illegitim.

Das ist bereits mit den drei Sternen (***) oben geschehen.

via SpOn

(1) Manches bleibt besser ungesagt. Reich bin ich ja nicht und auch kein Verbandschef.