EU-Leistungsschutzrecht für alle Internetunternehmen [Update]

Die t3n teasert

Die EU-Kommission erwägt ein Leistungsschutzrecht für Verleger einzuführen, das nicht nur für Suchmaschinen wie Google gilt. Damit würde das deutsche Leistungsschutzrecht in verschärfter Form europäisch.

Es geht darum, das das deutsche Murks-LSR sich nicht nur auf die gesamte EU erstrecken soll, sondern sogar ausgeweitet wird, sodass alle Unternehmen, die journalistische Textteile nutzen, zur Kasse gebeten werden können, z.B. auch facebook oder Twitter.

Wo das enden wird, ist nach den Erfahrungen mit dem LSR in Deutschland und Spanien wohl klar: die großen Unternehmen wie Google und facebook werden die Medien vor die Wahl stellen, entweder die Teile kostenlos zu bekommen oder rauszufliegen. Und die Verlage machen mit. die kleinen Unternehmen müssen zahlen und machen dann ggf. dicht.

So kann die EU natürlich auch die großen Unternehmen aus den USA stärken und die kleinen Startups, z.B. aus Europa, schwächen.

Man fragt sich wirklich, ob Politiker nur einen Moment nachdenken, bevor die Gesetze schaffen. Und bei Lobbyisten – hier vertreten durch Frank Überall vom DJV – scheint es nicht unbedingt besser auszusehen.

[Update]

Via BILDblog auf einen Artikel/Kommentar bei Mobilegeeks zum Thema gestoßen: Verquere Logik der EU-Kommission beim Verleger-Leistungsschutzrecht *Update*