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Richard Gutjahr hat sich ja vor einiger Zeit mit LaterPay zusammengetan und setzt diese Art der Finanzierung der eigenen Arbeit inzwischen auch ein.

Ich habe mir mal ein paar Gedanken darüber gemacht, was ich von den üblichen Methoden halte bzw. warum ich LaterPay als für mich sinnvollste Methode sehe.

Klassisches Abomodell
Tolle Sache: sehr einfach, mir wird jeden Monat der Betrag x vom Konto abgezogen, ich muss nichts mehr tun. Der Verlag kann dazu noch mit meinem Geld rechnen und weiß somit, wie viel er im kommenden Monat sicher hat.
Naja, so toll ist das für mich nicht: ich zahle jeden Sch… mit – Feuilleton, Aktienkurse, Sport. Reichlich Dinge, die mich nicht interessieren. Wenn ich (damals) eine Papier-Zeitung gekauft habe, sind Feuilleton und Sportteil gleich ungelesen in die Papiertonne gewandert. Ich kann mit beidem nichts anfangen.
Und außerdem: was ist, wenn ich mich ab und an mal für einen Artikel interessiere?! Die SZ kostet im ePaper 30 Euro im Monat. Ganz schlechtes Geschäft (für mich).

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Linkliste (12): Avast Toolbar, Laterpay, Inklusion, Same Day Delivery, Xing-Abmahnungen…

  • heise.de weist auf ein sehr fragwürdiges Feature der Avast Toolbar hin: „Avast-Toolbar mit Shopping-Spion“ Die Toolbar scannt die aufgerufene Webseite und schickt diese an den Service Cuivo. Dass ein Virenscanner Datenschutzrecht verletzt, sollte zu denken geben… vielleicht nutzt ihr doch besser einen anderen.
  • Richard Gutjahr arbeitet seit kurzem mit einem Startup namens LaterPay zusammen, das ein neues MicroPayment-System für Inhalte im Internet entwickelt. Hierbei werden einzelne Artikel oder auch weiterführende Informationen zu Artikeln mit einer „Bezahlschranke“ versehen. Allerdings hat man ein Rückgaberecht (das man nicht allzu oft nutzen sollte :-))
  • Raul Krauthausen hat einen tollen Artikel über Inklusion (und Homophobie) unter dem Titel „Mein ungutes Gefühl“ geschrieben
  • In der t3n wurde eine spannende Meinung zum Thema Same Day Delivery veröffentlicht „Same-Day-Delivery-Hype: Lieber laufen lernen, bevor man zu rennen versucht„, die ich absolut teile.
  • Seit einiger Zeit werden Profile (von Freiberuflern und Selbständigen) bei Xing, die über kein Impressum verfügen, abgemahnt. Das Wall Street Journal hat einen Text dazu geschrieben.
  • RA Carsten Ulbricht ist davon überzeugt, dass die Abmahnungen bei Xing nicht gerechtfertigt sind und geht gegen eine solche vor. Sein Text dazu „Erste Abmahnungen wegen fehlendem Impressum bei XING – Rechtslage und Praxisempfehlung
  • Bei strafakte.de gibt’s unter dem Titel „Keine Freiheitsstrafe für gewaltlose Delikte? “ einen echt lesenswerten Artikel.
  • In Österreich schlägt das „Komitee zur Regelung des Schriftverkehrs“ des Austrian Standards Institute in einem Entwurf für eine Überarbeitung der ÖNORM A 1080 („Richtlinien für die Textgestaltung“) vor, das generische Maskulinum zur Norm zu machen. Beim sprachlog gibt es dazu zwei Artikel „Männer sind Norm, Frauen sind Ideologie“ und „Der Mann als Norm„, in denen sehr klar erläutert wird, warum das generische Maskulinum eben nicht geschlechtergerecht ist – unbedingt lesen.
  • Bei Netzpiloten steht, warum z.B. fehlende Netzneutralität abgelehnt werden muss: „Netzneutralität: Zwei-Klassen-Internet als Nachteil für Start-ups
  • Peter Wilhelm vom bestatterblog hat meine Alte Heimat, Ostfriesland, und die Teezeremonie bzw. alles was mit Tee zusammenhängt, kennengelernt und ein, zwei schöne, amüsante Artikel darüber verfasst.