BF 4: Dein Hassbuch

Das fällt mir gar nicht schwer, oder auch unendlich schwer. Wie man’s nimmt…

Mein Hassbuch ist das Buch von Erich von Däniken. Und jetzt alle: der hat doch zahllose Pamphlete geschrieben. Genau – sucht euch eines aus. Das ist es, mein Hassbuch.

Warum denn nur?

  • Weil darin absoluter Unfug beschrieben bzw. behauptet wird? Ja
  • Weil er der Meinung ist und behauptet, jeder, der seine „Beweise“ nicht nachvollziehen kann, sei voreingenommen? Ja
  • Weil er Dinge einfach so unterstellt, nicht belegt, sondern schlichtweg voraussetzt bzw. behauptet? Ja
  • Weil er einen Schreibstil hat, der jedem Menschen, der schon einmal naturwissenschaftliche Literatur gelesen hat, die Haare zu Berge stehen lässt? Ja
  • Weil ihm seine absolute Unbedarftheit in diversen Themen nicht davon abhält, seinen Unfug zu behaupten und darin noch wissenschaftliche Aussagen, Schwachsinn und Glaube vermengt? Ja

Reicht das? Eigentlich sind seine Bücher auch nur Glaubenstexte, die absolut nichts mit Wissenschaft oder gar wissenschaftlicher Arbeit zu tun haben.

Hier das Hassbuch von Frau Stricktier und das von formschub

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BF 2: Das Buch, das du als nächstes liest/lesen willst

Hm, welches Buch wird als nächstes gelesen?

Da liegen einige auf meinem SuB (Stapel ungelesender Bücher):

  • Simon Ings: Das Auge – Meisterstück der Evolution
    In diesem Buch geht es um das Auge, darum wie wir sehen (physiologisch, neurologisch etc.) und wie sich das Auge entwickelt hat.
  • Mischa Meier (Hrsg): Pest – Die Geschichte eines Menschheitstraumas
    Pest wird hier als epidemische Krankheit verstanden, die die Menschheit früher heimsuchte. Es geht in diesem Buch nicht nur um die Krankheit, sondern auch darum, wie die Menschen und die Gesellschaft auf sie reagierte.
  • Leonard Mlodinow: Feynmans Regenbogen – Die Suche nach Schönheit in der Physik und im Leben
    Ein Porträt des genialen Physikers Richard Feynman und was Physiker wie ihn antreibt und motiviert.

Wirklich entschieden habe ich mich noch nicht. Am liebsten würde ich das Buch über die Pest nehmen, aber das ist ein bisschen groß und schwer (passt also nicht gut in den Rucksack…)
Mal schauen.

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BF* 1: Das Buch, das du zurzeit liest

Aktuell lese ich diverse Bücher, tu ich immer 🙂
Ein paar Worte verlieren möchte ich über „Der einarmige Pianist“ von Oliver Sacks. Sacks ist ein bekannter Neurologe, der bereits viele populärwissenschaftliche Bücher zu neurologischen Themen geschrieben hat. Am bekanntesten dürfte er durch die Verfilmung Awakenings (deutsch: Zeit des Erwachens sein). Ich lese ihn sehr gerne, er hat einen angenehmen Schreibstil. Zuletzt las ich seine Autobiographie („Onkel Wolfram“), die in mir den größten Respekt vor Tintenfischen (u.ä.) vermittelte. 🙂

Das Buch, Der einarmige Pianist, habe ich – weil ich’s eben zurzeit lese – nicht ausgelesen. Darum nur eine kurze Inhaltsangabe:
Sacks beschreibt in diesem Buch, wie sich Musik auf den menschlichen Geist bzw. das Gehirn auswirkt. Er beginnt mit Fällen, in denen Menschen durch einen Unfall oder eine Krankheit plötzlich einen neuen Zugang zur Musik bekamen. Zum Beispiel berichtet er von einem Patienten, bei dem durch einen Blitzschlag die Liebe zur klassischen Musik erwachte, und zwar derart, dass er sich selbst Klavierspielen beibrachte und auch eine gewisse Fertigkeit erlangte. Außerdem informiert er über Fälle von Musikogener Epilepsie, epileptische Anfälle, die von Musik ausgelöst werden. Weiters schreibt er von Menschen, die plötzlich musikalische Halluzinationen entwickelten, z.T. Lieder, die sie seit Jahrzehnten nicht mehr gehört haben.

Fazit: ein sehr interessantes und informatives Buch, das ich jedem, der an Neurologie und/oder Musik interessiert ist, unbedingt empfehlen kann.

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Man kann auf meiner Leseliste sehen, welches Buch ich lese bzw. gelesen habe. Nur zur Info 🙂

* BF = Bücherfragebogen

Bücherstöckchen (reloaded)

Die liebe Malu hat mir ein Bücherstöckchen zugeworfen.
So geht’s:

  • Nimm das nächste Buch in deiner Nähe mit mindestens 123 Seiten
  • Schlage Seite 123 auf
  • Suche den fünften Satz auf der Seite
  • Poste die nächsten drei Sätze
  • Wirf das Stöcken weiter *schmeiß*

Auf das nächste Buch in meiner Nähe hatte ich keinen Bock (eh nur Fachliteratur 🙂 ), also habe ich mich mit einer Stoppuhr vor das Bücherregal gestellt und die Zahlen, die dann auftauchten, addiert. 12:75 = 87.
Das ist von Hansjörg Hamminger und Bernd Harder, und der Titel lautet „Was ist Aberglaube – Bedeutung, Erscheinungsformen, Beratungshilfen“

Ein Mensch kann im Lauf der Zeit immer unfähiger werden, Entscheidungen zu treffen und Probleme anzugehen, ohne auf ein Horoskop oder auf einen Rat der Kartenlegerin zurückzugreifen. Wie bei einem Alkoholiker, bei dem sich alle Reaktionenauf Streß und Widrigkeiten allmählich auf den Suchtstoff einengen, so daß andere Kompetenzen verloren gehen, engt sich das Spektrum des möglichen Problemlösens auf den Aberglauben ein. Ohne Horoskop zu entscheiden, ob man die Unterschrift unter den Mietvertrag setzen soll oder nicht, wird für den sternengläubigen Menschen bald ebenso schwierig, wie es für den Alkoholiker schwierig ist, ohne zwei, drei Cognac in die Teamsitzung seiner Abteilung zu gehen.

Seite 123, Satz 6-8

Schön ist, dass dieser Teil verständlich auf die Gefahren des Aberglaubens hin weist. Das Buch ist, wie alles von Harder und Hemminger (das ich kenne), insgesamt sehr lesbar.

Nun schmeiße ich das Stöckchen weiter… und zwar an die liebe Caro

Stöckchen: Wo liest du?

Bei Nancy gefunden: Stöckchen: wo liest du?

  • Beim Essen
    Immer wieder gern. Das mag ich sehr gern, leider dauert das Essen dann immer so lange 😉
  • Beim Baden
    Nö, nie. Habe ich aber früher mal gemacht.
  • Am Örtchen
    Nie.
  • Beim Laufen
    Auch nicht.
  • Beim Friseur
    Der Vorteil einer modischen Kurzhaar-Frisur, wie ich sie trage, ist, dass ein Haarschneider genügt. Da muss man nie jemand anders ran lassen…
  • In der Werbepause
    Ich zitiere Nancy „Werbepause? Ich hab doch gar keinen TV-Anschluss!“
  • Im Auto (als Beifahrer)
    Kommt vor, allerdings sehr selten. Finde ich eher unhöflich.
  • Im Park, Freibad, etc.
    Auch ein Gedanke. Werde ich mir mal durch den Kopf gehen lassen…
  • In der Kassenschlange
    Beim Einkaufen habe ich meist kein Buch bei mir.*
  • Im Bett nach dem Aufwachen
    Nach dem Aufwachen gibt’s Frühstück (siehe oben)
  • In der Pause (Kino, Theater, etc.)
    Allein geh ich nicht ins Kino, Theater, etc. und wenn ich nicht allein dort bin, kann ich mich auch sehr gut mit meiner Begleitung unterhalten.
  • Bevor der Hauptfilm im Kino beginnt
    Siehe oben.
  • In der U-Bahn, Straßenbahn, im Zug
    Aller-Meistens.Aktuell lese ich übrigens „Der Gotteswahn“ von Richard Dawkins. Sehr gutes Buch, auch, wenn für mich als Atheist bislang der Stufe 6 nicht viel dabei war…
  • An der Haltestelle / auf dem Bahnhof
    Wie im Zug auch. Ich pack‘ das Buch an der Haltestelle aus und am Zielpunkt wieder ein.
  • Im Restaurant oder Café (wenn man alleine ist)
    Das macht schon Spaß, auch, wenn ich’s in letzter Zeit zu selten gemacht habe… Mit einem guten Buch im Café sitzen, hat schon was…
  • Unter der Bettdecke mit Taschenlampe (als Kind)
    Nein, nie. Meine Ma liest auch sehr gerne…
  • Während des Kochens (Kochbuch zählt nicht)
    Kommt immer wieder vor, aber vor allem, weil ich meist unkompliziertes koche…
  • Während eines Besuches (wenn der Gastgeber telefoniert, etc.)
    Mag schon mal eine Zeitung/Zeitschrift vom Tisch nehmen und ein bisschen blättern, aber sonst eher nicht.
  • Während langer Computerprozesse (Scannen, Booten, etc)
    Nö, das dauert eigentlich nie lang.
  • Auf der Arbeit / in der Schule
    Fachliteratur, wenn ich warten muss oder Pause habe. Sonst eher nicht.

* es gab mal eine Zeit, da hatte ich immer ein Buch bei mir. Ein ganz bestimmtes: Selma Meerbaum-Eisinger: Ich bin in Sehnsucht eingehüllt (Infos)