BF 16: Das 9. Buch in deinem Regal von rechts

Das habe ich wieder so gemacht wie bei BF 15: einfach mal alle Regalbretter durchprobiert, bis ich ein schönes (und nicht peinliches 😉 ) Buch fand.
Und das ist…
Ein Buch von Eigel Wiese, und zwar „Das Geisterschiff: Die wahre Geschichte der Mary Celeste“.

Wer die Story der Mary Celeste nicht kennt, kann bei wikipedia nach- oder hier einfach weiterlesen…
Die Mary Celeste war ein Schiff, das 1872 auf dem Weg von den USA nach Portugal war und zwischen den Azoren und Portugal aufgefunden wurde. Keine Menschenseele war an Bord. Es gab allerdings auch keine Anzeichen für Gewaltätigkeiten (z.B. durch Piraten). Es war weiterhin voll funktionstüchtig (hatte nur ganz kleine Blessuren erlitten, wie man es sich vorstellen kann, wenn ein Schiff ohne Besatzung ein Stück übers Meer fährt). Ein Beiboot fehlte, die Ladung (vergälltes Alkohol) war vollständig.
Der Kapitän, der das Schiff gefunden hat, hat ein paar Mann herübergeschickt, die es notdürftig reparierten und dann nach Portugal überführten. Der dortige Staatsanwalt glaubte dem Kapitän allerdings nicht, und versuchte lange zu beweisen, dass er die Mannschaft ermorden ließ, um den Bergungslohn zu kassieren. Lange dauerte der Streit hierüber, bis klar war, dass dem Kapitän nichts angehängt werden konnte…

Bis heute ist nicht geklärt, warum das Schiff verlassen wurde. Es gab viele Theorien, selbstverständlich wurde es auch mit dem Bermuda-Dreieck in Verbindung gebracht. Gelöst ist das Rätsel nicht, aber in diesem Buch werden die verschiedenen Theorien vorgestellt und Wiese stellt eine vor, die durchaus stichhaltig ist.
Was damals geschehen ist, wird wohl niemals aufgeklärt, aber man kann sicherlich einige Theorien (Bermuda…) verwerfen…

Ein sehr spannendes Buch, das ich nur jedem ans Herz legen kann, der sich für derlei Rätsel, Geschichte, Seefahrt etc. interessiert.

Bild: wikimedia, Urheberrechte siehe dort

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BF 11: Ein Buch, das du mal geliebt hast, aber jetzt hasst

Öhm, *rotwerd* 🙂 „Alles über Atlantis“ von Otto Muck
Warum?!
Ganz einfach: wenn man dieses Buch liest, dann denkt man, dass es (im Bermuda-Dreieck) da irgend etwas gibt, das da irgendwelche Anomalien verursacht. Das klingt alles so logisch und durchdacht, aber gar nicht so einseitig wie man’s von von Däniken kennt. Es ist alles so klar und (eigentlich doch gar nicht so) einfach. Der Leser ist irgendwann absolut davon überzeugt, dass es da etwas geben muss.
Und dann beschäftigt man sich näher mit diesen ganzen Geschichten. Und merkt, dass es eben doch nicht so einfach ist

  • Die Bermuda-Dreieck-Gläubigen behaupten, jedes Schiff, das im Atlantik verschwunden ist, sei dort verschollen. Zur Not wird das BM bis zu den Azoren ausgeweitet.
  • Alternative Erklärungsmöglichkeiten werden verschwiegen, Gerüchte wie Tatsachen behandelt (Flight 19)
  • Meteorologische und ähnliche Besonderheiten nicht in Betracht gezogen

Zu Atlantis allgemein sollte man sich über folgende Dinge Gedanken machen:#

  • Was sagte Plato, wie viele Menschen würden dort gewohnt haben? Und wann?
    Bronzezeit!
  • Wie groß soll Atlantis gewesen sein und wo gelegen?
  • Kann damals überhaupt die Technik und Kultur soweit gewesen sein?
  • Warum erzählt nur Plato von Atlantis? Und warum in einer Schrift über Staatsformen?
  • Kann es nicht sein, dass er eine Tatsache „mythisierte“? Das heißt, eine untergegangene Kultur nachträglich mit neuen Möglichkeiten überhöhte?

Zusammengefasst:

  • das Bermuda-Dreieck ist nur Fiktion
  • Atlantis nur ein Mythos bzw. wesentlich ausgeschmückt

Und das erfährt man nur aus anderer Literatur, in der dann auch weitere Informationen stehen und die zum Nachdenken anregt.

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