5 Gründe, wieso Google liebenswert ist

Im Neukunden-Magnet werden 5 Gründe genannt, wieso Google liebenswert sei. Die könnt ihr dort nachschlagen. Meine Antwort besteht aus Gründen, warum Google nicht liebenswert ist.

  1. Google hat Datenmengen, von den Schäuble nur feucht träumen kann. Von der Vermarktung dieser Datenmengen lebt Google. Wer sich über die Telekom-Skandale aufregt, sollte lieber kein Google-Konto haben…
  2. Google ist Monopolist in Sachen Suche und schafft es somit, eine eigene Wirklichkeit zu erschaffen: was es bei Google nicht gibt, gibt es nicht.
  3. Google sorgt durch die eigenen Applikationen dafür, dass die Nutzer den Datenbanken immer mehr Daten anvertrauen – wenn man dann noch Punkt 1 bedenkt…
  4. Google möchte die erhobenen Daten bis zum Sankt Nimmerleinstag speichern – schauts euch mal die Cookie-Lebensdauer an. Dann kann Google auch später – wenn die Technik weiter ist – nettes Data Mining betreiben.
  5. Google hurt mit jedem Regime, das sich anbietet. Zum Beispiel mit China.

Außer Konkurrenz: Googles Motto lautet „Don’t be evil“ Wenn das selbstverständlich wäre, müsste es nicht so häufig in die Welt geschrieen werden. Genau denen, die sowas gebetsmühlenhaft wiederholen, kann man am wenigsten trauen.
Fallen euch noch mehr ein?

Lagerfeld: Kaninchen sind Bestien, die uns töten wollen

SpOn meldet

Wer Fleisch esse, dürfe sich nicht über Pelze aufregen, sagte Lagerfeld dem „Daily Telegraph“ zufolge dem britischen Sender „Radio 4 Today“. Zudem lebe eine ganze Branche von der Praxis, Tiere ihres Fells wegen zu töten. Der deutsche Designer verwies auf Jäger im Norden, „die davon leben und sonst nichts gelernt haben außer der Jagd … und jene Bestien töten, die uns töten würden, wenn sie es könnten“.

Aus den Aussagen Lagerfelds schließe ich:

  • Es gibt reichlich Menschen, die von Mord leben und nichts Anderes gelernt haben – also muss auch Mord erlaubt sein(?!)
  • Kaninchen, Hermeline, Nerze sind also „Bestien […], die uns töten würden, wenn sie es könnten“. Klar, bei der Quälerei, die wir denen antun, wäre es auch absolut gerechtfertigt.

So wird der Paulus zum Saulus

Seehofer ist offenbar in Bayern bei den Populisten angekommen:
Bayern verlangt Abkehr von Klimaschutzzielen
Den deutschen Dinosauriern Autobauern fehlt ja bekanntlich die Bereitschaft und Möglichkeit, schnell und effizient auf neue Anforderungen und Interessen zu reagieren. Anstatt dessen bauen sie schwere Ungetüme, die viel zu viel verbrauchen und allzu sehr die Umwelt schädigen. Dann bauen sie neue Motoren, die noch effizienter und leichter sind – und anschließend rüsten sie die Autos mit noch mehr Schnickschnack aus, sodass die Ersparnis vernachlässigenswert ist.

Ich kann nur sagen: „Wer zu spät kommt, den bestraft das Leben.“ Es sei denn, es wird ein wenig nachgeholfen…
Leider können Politiker nur in Grenzen denken:

  • Landes-/Bundesgrenzen
  • Legislaturperioden

The Pirate Bay und das IOC

Logo The Pirate Bay The Pirate Bay (TPB) hat gerade Ärger mit dem IOC („Internationales Oberabsahner-Comitee“, F. Ibanez):
der Film der diesjährigen Eröffnungsfeier ist per Torrent herunter zu laden und das gefällt denen natürlich nicht – Geld verdienen geht schließlich anders!
Nun hat das IOC sich an Beatrice Ask, die schwedische Justizministerin gewandt, schließlich gehört das zu ihrem Tätigkeitsbereich und Staatsgebiet. Vielleicht hätte sie dem IOC mal mitteilen sollen, dass Schweden eine Demokratie ist, etwas über Gewaltenteilung erzählen und so – anders als die neuen Freunde in China.
Aber sei’s drum.

Nun macht sich die gute Frau Sorgen, dass Schweden wegen TPB ein schlechtes Image bekommt. TPB ruft nun alle Nutzer und Interessierten dazu auf, eine eMail an Frau Ask zu schicken:

Auszug:

It has come to my knowledge that you are worried about the image that thepiratebay.org gives to your wonderful country of social benefits, open skies and beautiful people.
I hereby want to express my most sincere assurances that thepiratebay.org gives me purely good vibes around Sweden.
I don’t know too much about Sweden, but to me thepiratebay.org is a lighthouse of joy, enlightenment and courage on the vast oceans of the web.

Zum vorgefertigten Formular

via heise.de, bei gulli.com gibt’s auch einen Artikel

Blog-Parade: Einkaufen im Internet

Bei Web:Manual gibt’s eine Blog-Parade zum Thema Wie kauft ihr im Internet ein?

Fünf Fragen gibt’s.

Frage 1: Du brauchst eine neue Digitalkamera: Wie gehst du vor um ein geeignetes Produkt zu finden?
Das trifft sich gut: gerade habe ich eine neue Digicam gekauft.
Zunächst habe ich mir überlegt, welche Eigenschaften gewünscht sind. In meinem Falle:

  • Weitwinkel
  • Zoom
  • Programmautomatik
  • keine DSLR

Dann habe ich im Netz nach Seiten gesucht, die die Eigenschaften gegenüber stellen. Dann habe ich nach Einzelmeinungen zu den passenden Geräten geschaut. Und mich danach entschieden.

Frage 2: Du willst ein bestimmtes Produkt/Modell: Wie entscheidest du bei welchem Anbieter du den Artikel kaufst?
Ich sehe auf einer Preisvergleichsseite nach, welcher Shop am günstigsten liefert. Die nächsten Kriterien sind

  • Lieferbarkeit/-zeit
  • Bewertung des Shops
  • Bezahlung
  • ggf. weitere interessante Artikel (Porto sparen)

Frage 3: Du suchst ein Geburtstagsgeschenk und hast noch kein bestimmtes Produkt und Anbieter im Sinn: Was tust du?
Kauf ich in der City. Im Internet kann man nicht stöbern! Außerdem macht’s bis auf Weihnachten Spass und man kommt mal raus 😉

Frage 4: Wie bezahlst du online? Und warum? Welche Vorteile und Nachteile hat deine Zahlungsweise?

  • Kreditkarte
  • Rechnung
  • Lastschrift

Vorteile: schnell und sicher
Nachteile: andere haben mehr Vorteile für den Verkäufer

Frage 5: Was denkst du wie sich eCommerce entwickeln wird?
Da könnte ich die Antwort von pimp-my-sales kopieren: im Massen- oder Standardhandel setzen sich die großen Anbieter durch. Für speziellere Interessen gibt (und wird es vermehrt geben) es speziellere Anbieter (mymuesli.de, morseketten.de). Sonst werden sich noch viele Shops bei Amazon oder eBay etablieren.

via blog.pimp-my-sales.de

Blog als Marketing-Instrument (gescheitert)

Beim Werbeblogger gibt es einen spannenden – leider kurzen – Gastbeitrag zu der Frage, ob das Blog als Marketing-Instrument in D gescheitert ist. Das Bejahen wird mit folgenden Argumenten begründet:

  1. Unternehmen verstehen Blogs nicht
    Blogs werden als weitere Möglichkeit gesehen, PR-Texte los zu werden
  2. Internet-Nutzer (m/f) verstehen Blogs nicht
    Der Unterschied zwischen Blogs und anderen Seiten ist nicht klar

Ich kann Thorsten Ulmer da durchaus zustimmen. Beide Argumente sind absolut nachvollziehbar. Die Behauptung allerdings, Corporate Blogs seien gescheitert, sehe ich eher kritisch.

Zu 1:
hier muss ganz klar unterschieden werden zwischen Unternehmensarten, -größen, -kulturen… Es gibt reichlich gute Corporate Blogs von kleinen z.T. mittleren Unternehmen (der Chef schreibt mit) und wenige von großen. Das ist sicher auch ein Content-Problem: wer soll für VW beispielsweise den Content liefern, der auch noch richtig interessant ist? Und wer soll diesen schnell redigieren und frei geben? Was ist, wenn die Nutzer böse kommentieren? Oder einen bösen Trackback liefern?
Probleme: Themen, Geschwindigkeit/Aktualität (Bürokratie), Kommentare und Trackbacks*

Zu 2:
Viele Nutzer verstehen Blogs ganz sicher nicht. Die allerdings, die diese verstehen – und selbst bloggen – sind sehr schnell dabei, böse Kommentare oder Antwort-Beiträge* zu schreiben.

Fazit
Vom eigenen Blog gehen für große Unternehmen viele Gefahren aus. Teuer sind sie obendrein, insbesondere durch die verbrauchte Arbeitszeit. Und ob diese tatsächlich (indirekt) Umsätze generieren bzw. das Ansehen verbessern, ist fraglich.
Jedoch von einem Scheitern würde ich nicht sprechen. Viele Unternehmen warten lieber ein wenig ab bis die ganze Geschichte übersichtlicher wird. (Man darf in diesem Zusammenhang an Early Adaptors in SL erinnern, die jetzt weinen…) Wenn es dann einen Grund gibt, ein Blog aufzubauen, werden sie auch mitmachen.


* Freilich kann man auch Kommentare und Trackbacks verbieten – aber warum dann überhaupt ein Blog? Dann kann man gleich eine Internet-Seite einrichten, die häufig aktualisiert wird. In diesem Sinne stellt sich die Frage, ob BILDblog ein Blog ist. Ich verneine diese.

Demo „Für die Versammlungsfreiheit“

Ich bin noch sehr erschöpft von der heutigen Demo, habe sehr viele Bilder gemacht. Ein paar Impressionen gibt’s schon mal. Der Rest ist auf meiner Flickr-Seite zu bewundern…
Morgen gibt’s einen ausführlichen Bericht (versprochen!). Nur so viel: die Demo war ein echter Erfolg – trotz einiger Probleme* – es nahmen 2.500 – 3.000 Menschen teil. Redner (m/f) kamen vom der Antifa, dem Arbeitskreis Vorratsdatenspeicherung, Bündnis 90/Die Grünen, der FDP, Libertad!, der SPD, und vom USB.

MdB Sabine Leutheusser-Schnarrenberger (FDP)Klaus Müller (Piratenpartei)demo_muc_080531-133demo_muc_080531-097

Ein paar weitere Bilder sind auf meiner Flickr-Seite zu finden.

* der Schwarze Block** hat den Demozug mit seiner politischen Agitation beinahe beherrscht. Damit wurden – ohne Zweifel – Demonstranten und Sympathisanten aus der Mitte abgeschreckt.
** wir haben auch dafür demonstriert, dass diese mit ihrem Treiben fortfahren können.
Merke: Pressefreiheit gilt auch für die B-Zeitung (leider?!)

Wieder mal: ich bin doch nicht blöd und kauf bei denen

MSH ist die Media-Saturn-Holding. Einen sehr interessaten Bericht hat golem.de bei der FTD gefunden. Es heißt dort, dass in den MSH-Märkten nur Computer mit Intel-Prozessoren verkauft werden. Dafür erhält MSH wohl eine extra hohe Werbevergütung.
Dies geht soweit, dass im MediaMarkt Dresden, beim AMD-Werk um die Ecke, keine AMD-Rechner verkauft werden.
Die EU ermittelt schon länger gegen Intel und auch dieser Punkt soll denen bekannt sein. AMD selbst hat bei seiner Wettbewerbsklage auch darauf hingewiesen, dass bei den MSH-Märkten keine AMD-Rechner zu verkaufen seien.
Auch bei heise.de ist ein Bericht zum Thema zu lesen.

Ergo: ich bin immer noch (1, 2) nicht so blöd, bei denen zu kaufen.