BF 20: Das beste Buch, das du während der Schulzeit als Lektüre gelesen hast

Das ist schwierig. Ich hatte beim Abi Deutsch LK, insofern habe ich da viele Bücher gelesen. Außerdem hatte ich noch ein Semester Deutsch GK, weil der Lehrer cool war und damals Deutsche Literatur des 20. Jahrhunderts dran war. Ein Thema, das mich sehr fasziniert hat.
Friedrich Dürrenmatt hat mir sehr gefallen, gerade seine Kriminalliteratur (Der Richter und sein Henker, Der Verdacht). Er schrieb sehr gut, hat die sehr spannende Thematik überaus gut in Worte verpackt und damit echte sprachliche Stärke bewiesen. Die Figuren hat er sehr spannend ausgearbeitet und die Geschichte sehr interessant und hintergründig entwickelt. Absolut empfehlenswert.

Aber eigentlich ist das beste Buch aus meiner Schulzeit ein ganz anderes. Keines aus Deutschland, keines aus dem 20. Jahrhundert. Beides nicht ansatzweise.
Aus dem antiken Griechenland, vor ca. 2500 Jahren.

Antigone von Sophokles
Eine klassisch griechische Tragödie, bei der dem Leser die Grundlage der Tragödie sehr gut verdeutlicht wird: schuldlos schuldig werden
Die Geschichte ganz kurz: Antigones Brüder teilen sich die Herrschaft über Theben, bis einer ihrer Brüden den zweiten vertreibt. Dieser zieht mit einem Heer gegen Theben und in einer Schlacht töten sich die Brüder gegenseitig. Ihr Onkel, Kreon, kommt nun an die Macht und verbietet, den „feindlichen“ Bruder zu bestatten. Antigone jedoch möchte es tun, so wie die Götter es fordern. Sie schafft es nach einigen Versuchen und wird von den Wachen aufgegriffen und vor Kreon gebracht. Dieser möchte ein Exempel statuieren und lässt Antigone lebendig begraben. Jedoch tötet sie sich und dann auch ihr Verlobter, den Sohn des Kreon. Ihre Mutter tötet sich daraufhin selbst. Jedoch tötet sie sich und dann auch ihr Verlobter, der Sohn des Kreon. Seine Mutter tötet sich ebenfalls daraufhin selbst.

Und Kreon erkennt, dass er sich gegen die Gesetze der Götter aufgelehnt hat und dafür bestraft wurde.

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BF 19: Ein Buch, das du schon immer lesen wolltest

Jetzt kann ich ja echt aus dem Vollen schöpfen und ein Werk nennen, dass die Leser sprachlos zürücklässt. In diesem Sinne war es gar nicht schwer, ein Buch zu finden. Ein Buch, dass viele Menschen vor Ehrfurcht erstarren lässt 🙂

Ich habe kurz mit dem Gedanken gespielt, hier Marcel Prousts Auf der Suche nach der verlorenen Zeit zu nennen, aber das ist eher ein Werk, das ich interessant finde, aber nicht lesen werde/würde. Unter den Umständen finde ich es unpassend, das hier zu nennen.

Sehr, sehr spannend finde ich auch Ulysses von James Joyce. Für das gilt das oeben gesagte. Jedoch ist Proust sprachlich komplexer, während Joyce eher inhaltlich/von den Anspielungen her schwieriger ist. Werde es auch wohl niemals lesen…

Also habe ich mir ein drittes Buch überlegt, ein Buch, dass ich auch wirklich mal lesen könnte. Oder würde. Das war dann doch nicht so schwer. Nicht ganz so schwer zumindest.
Das Buch, das ist gern mal lesen möchte, stammt von Charles Darwin. Eigentlich hat er mindestens zwei sehr interessante Bücher geschrieben

– Reise eines Naturforschers um die Welt
– Über die Entstehung der Arten

Ich möchte beide Bücher gern lesen. Und vielleicht schaffe ich es auch einmal, gekauft habe ich zumindest schon mal einen Sammelband, in dem die beide enthalten sind 🙂

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BF 17: Augen zu und irgendein Buch aus dem Regal nehmen

Das geht nicht ganz so einfach, weil ich nämlich nicht ein Regal habe, sondern ein paar mehr, die im Zimmer verteilt sind… dann habe ich meine Stoppuhr genommen und die Sekunden und Millisekunden genommen und dann das Regal ausgewählt. Irgendso 🙂

Heraus kam „Die Stunde vor Mitternacht – Authentische Kriminalfälle“ von Harald Korall

Dieses Buch handelt von Kriminalfällen, deren Aufklärung, was die Täter zu den Taten trieb etc. Die Beschreibungen sind zwar durchaus in einem gewissen Sinne kühl, aber man kann sich eines Gruselns doch nicht erwehren (ich zumindest…).

In „Die Apostelbrücke“ geht es um eine junge Frau, die bis zur Bewusstlosigkeit gewürgt und auf die Schienen eines Zuges gelegt wird. Ein Zug trennt dann ihren Kopf ab…

In „Die Stunde vor Mitternacht“ wird ein Mann gesucht, der wahllos Frauen ein Messer zwischen die Schultern rammt und davon läuft.

„Die Tote an der Waisenhofmauer“ ist eine junge Frau, die vergewaltigt und ermordet wird.

„Bruder Mörder oder die Leiche am Blauen Tonloch“ und „Wie Jesus am Kreuz“ habe ich noch nicht noch einmal durch gelesen.

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BF 16: Das 9. Buch in deinem Regal von rechts

Das habe ich wieder so gemacht wie bei BF 15: einfach mal alle Regalbretter durchprobiert, bis ich ein schönes (und nicht peinliches 😉 ) Buch fand.
Und das ist…
Ein Buch von Eigel Wiese, und zwar „Das Geisterschiff: Die wahre Geschichte der Mary Celeste“.

Wer die Story der Mary Celeste nicht kennt, kann bei wikipedia nach- oder hier einfach weiterlesen…
Die Mary Celeste war ein Schiff, das 1872 auf dem Weg von den USA nach Portugal war und zwischen den Azoren und Portugal aufgefunden wurde. Keine Menschenseele war an Bord. Es gab allerdings auch keine Anzeichen für Gewaltätigkeiten (z.B. durch Piraten). Es war weiterhin voll funktionstüchtig (hatte nur ganz kleine Blessuren erlitten, wie man es sich vorstellen kann, wenn ein Schiff ohne Besatzung ein Stück übers Meer fährt). Ein Beiboot fehlte, die Ladung (vergälltes Alkohol) war vollständig.
Der Kapitän, der das Schiff gefunden hat, hat ein paar Mann herübergeschickt, die es notdürftig reparierten und dann nach Portugal überführten. Der dortige Staatsanwalt glaubte dem Kapitän allerdings nicht, und versuchte lange zu beweisen, dass er die Mannschaft ermorden ließ, um den Bergungslohn zu kassieren. Lange dauerte der Streit hierüber, bis klar war, dass dem Kapitän nichts angehängt werden konnte…

Bis heute ist nicht geklärt, warum das Schiff verlassen wurde. Es gab viele Theorien, selbstverständlich wurde es auch mit dem Bermuda-Dreieck in Verbindung gebracht. Gelöst ist das Rätsel nicht, aber in diesem Buch werden die verschiedenen Theorien vorgestellt und Wiese stellt eine vor, die durchaus stichhaltig ist.
Was damals geschehen ist, wird wohl niemals aufgeklärt, aber man kann sicherlich einige Theorien (Bermuda…) verwerfen…

Ein sehr spannendes Buch, das ich nur jedem ans Herz legen kann, der sich für derlei Rätsel, Geschichte, Seefahrt etc. interessiert.

Bild: wikimedia, Urheberrechte siehe dort

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BF 15: Das 4. Buch in deinem Regal von links

Ich gebe zu, ich habe geschummelt. Ich habe auf jedem Boden des linken Regals geschaut, welches ich euch vorstellen will… und mich für den untersten Boden entschieden… weil dieses Buch echt cool ist.

Es handelt sich um „Die geheimen Tagebücher“ von Samuel Pepys (herausgegeben von Volker Kriegel und Roger Willemsen).

Samuel Pepys war im 17. Jh. in London ein Ministeriums-Angestellter, der sich hochgearbeitet hat. Er führte für einige Jahre Tagebuch, bis sein Augenlicht schlechter wurde und er Angst hatte, zu erblinden. Sein Tagebuch führte er in einer Geheimschrift.
Er berichtet sehr spannend vom Leben und Lieben in dieser Zeit. Von Sitten und Gebräuchen, Mode, Essen und Trinken etc. Sehr interessant ist, in welchem Maße er sich Freiheiten nimmt, die er seiner Frau verwehrt, bei den Geliebten, der Kleidung usw.
Ein wirklich sehr gut zu lesendes Buch für alle Menschen, die sich für das Leben zu dieser Zeit interessieren.

Die Gesamtausgabe ist seit kurzem bei zweitausendeins erhältlich.

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BF 14: Ein Buch aus deiner Kindheit

Aus meiner Kindheit… da gibt es viele, da ich die besten aufbewahrt habe. Leider sind meine ???-Bücher nass geworden und mussten entsorgt werden 🙁

Im Juni 1981 bekam ich das Buch „Die Brüder Löwenherz“, geschrieben von Astrid Lindgren, geschenkt.
Das Buch handelt von zwei Brüdern, der eine groß und mutig, der andere klein und furchtsam. Der große rettet dem kleinen bei einem Brand das Leben und stirbt dabei. Als der kleine einige Zeit später stirbt, treffen sich die beiden in einer mittelalterlichen Welt wieder. Dort herrscht ein grausamer Despot, der mit einem Drachen für Schrecken sorgt. Der kleine Bruder gerät in einen Aufstand gegen den Tyrannen, enttarnt einen Spion und muss seinen Bruder retten. Dann…
Ach, es ist ein wunderschönes Buch. Lest es!

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BF 13: Ein Buch, bei dem du nur lachen kannst

Da gibt es viele, z.B. einiges von Bill Bryson, Herbert Feuerstein (dem Red.) und Dietmar Wischmeyer.

Aber dismal meine ich von Scott Adams „Dilbert Future – Der ganz normale Wahnsinn geht weiter“. Scott Adams beschreibt in diesem Buch, wie sich die Zukunft seiner Meinung nach entwickelt. Er nutzt seinen technischen und wirtschaftlichen Sachverstand, um Prophezeiungen wie

Computerexperten werden die sexuell attraktivsten Männer der Zukunft sein.

zu entwickeln. Vom belächelten Nerd zum Sex-Symbol? Evolutionär ist das durchaus sinnvoll, da Computerexperten eigentlich die bestangepasstesten Menschen der heutigen Zeit sind. Gewissermaßen 🙂
Die Prophezeiung

In der Zukunft werden alle Funktionen ausgelagert, bis die gesamte Arbeit auf dem Planeten von einer einzigen Person erledigt wird

ist eine klare Folge des Outsourcing-Wahns 🙂
Das ist eine gute Nachricht für die Zukunft:

Die Wissenschaftler werden herausfinden, wie man aus Dummheit umweltfreundliche Energie gewinnt.

Folgende Prophezeiung ist bereits eingetreten

In der Zukunft wird jeder ein Reporter sein

Damit dürfte bewiesen sein, dass dieses Buch sehr cool, skurril und witzig ist. Aufgelockert wird es (wobei dies absolut nicht notwendig ist) von Dilbert-Cartoons.

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BF 12: Ein Buch, das du von Freunden/Bekannten/… empfohlen bekommen hast

Man mag es kaum glauben, aber so viele gibt es da nicht. Es sei denn, man rechnet auch die mit ein, die ich zwar empfohlen bekommen, aber nicht gelesen habe… 🙂
Selbstverständlich hat es einen Grund, dass ich so wenige empfohlen bekommen, so wenige Empfehlungen gelesen habe: mein Desinteresse an Epik und vielen sonstigen populären Themen.

Aber über ein Buch, das mir empfohlen wurde und das ich gern weiterempfehle, möchte ich doch ein bisschen schreiben.
Das sehr populäre Buch „Anleitung zum Unglücklichsein“ von Paul Watzlawick ist mir vor vielen Jahren von einem Bekannten empfohlen worden. In diesem Buch wird dem dem Leser dargestellt, wie dieser sich unglücklich machen kann. Wenn dieser natürlich genau das Gegenteil macht, macht er sich nicht unglücklich 🙂
Das Buch ist sehr amüsant und locker geschrieben, es macht viel Spaß, es zu lesen. (Watzlawick ist insgesamt ein sehr guter und empfehlenswerter Autor.)
Bei wikipedia gibt’s einen Artikel zum Buch. Da dieser lang und ausführlich ist, schreibe ich nicht mehr weiter… 🙂

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BF 11: Ein Buch, das du mal geliebt hast, aber jetzt hasst

Öhm, *rotwerd* 🙂 „Alles über Atlantis“ von Otto Muck
Warum?!
Ganz einfach: wenn man dieses Buch liest, dann denkt man, dass es (im Bermuda-Dreieck) da irgend etwas gibt, das da irgendwelche Anomalien verursacht. Das klingt alles so logisch und durchdacht, aber gar nicht so einseitig wie man’s von von Däniken kennt. Es ist alles so klar und (eigentlich doch gar nicht so) einfach. Der Leser ist irgendwann absolut davon überzeugt, dass es da etwas geben muss.
Und dann beschäftigt man sich näher mit diesen ganzen Geschichten. Und merkt, dass es eben doch nicht so einfach ist

  • Die Bermuda-Dreieck-Gläubigen behaupten, jedes Schiff, das im Atlantik verschwunden ist, sei dort verschollen. Zur Not wird das BM bis zu den Azoren ausgeweitet.
  • Alternative Erklärungsmöglichkeiten werden verschwiegen, Gerüchte wie Tatsachen behandelt (Flight 19)
  • Meteorologische und ähnliche Besonderheiten nicht in Betracht gezogen

Zu Atlantis allgemein sollte man sich über folgende Dinge Gedanken machen:#

  • Was sagte Plato, wie viele Menschen würden dort gewohnt haben? Und wann?
    Bronzezeit!
  • Wie groß soll Atlantis gewesen sein und wo gelegen?
  • Kann damals überhaupt die Technik und Kultur soweit gewesen sein?
  • Warum erzählt nur Plato von Atlantis? Und warum in einer Schrift über Staatsformen?
  • Kann es nicht sein, dass er eine Tatsache „mythisierte“? Das heißt, eine untergegangene Kultur nachträglich mit neuen Möglichkeiten überhöhte?

Zusammengefasst:

  • das Bermuda-Dreieck ist nur Fiktion
  • Atlantis nur ein Mythos bzw. wesentlich ausgeschmückt

Und das erfährt man nur aus anderer Literatur, in der dann auch weitere Informationen stehen und die zum Nachdenken anregt.

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BF 10: # Ein Buch von deinem Lieblingsautoren/deiner Lieblingsautorin

Öhm, wer könnte das sein? Habe keinen. Auch keinen Lieblingsmusiker/band, -schauspieler, -film…
Aber da dieser Artikel nicht so kurz werden soll, wie der letzte, schreibe ich mal über ein Buch von einem Schriftsteller, den ich sehr gut finde, und das ich gern lese.

Midas Dekkers: Geliebtes Tier – Die Geschichte einer innigen Beziehung
Midas Dekkers ist laut Klappentext der „bekannteste und populärste Biiologe Hollands“. Einige Bücher von ihm habe ich gelesen, fast verschlungen. Das Buch „Geliebtes Tier“ mag ich besonders gern. Es geht in diesem um Tierliebe Sex mit Tieren. Dekkers betrachtet dabei Mythen (gerade die griechischen Göttersagen sind in dieser Hinsicht sehr interessant), Bilder und Erzählungen bis hin zu unserem Umgang mit (Haus- oder Schmuse-) Tieren.
Sehr interessant ist der geänderte Blick auf alte Gemälde, in denen „nur“ ein klassisches Motiv wie der verführende Zeus dargestellt wurde, aber hinter dem sich dann doch ein bisschen mehr verbirgt, nämlich – hinter der Maske der klassischen Bildung versteckt – Sex bzw. Zoophilie (wp). Dieser versteckte Umgang mit Tieren setzt sich bis heute fort, manche Streicheleinheit hat durchaus einen sexuellen „Touch“, auch wenn der Streichelnde dies vehement bestreiten würde. Dekkers beschreibt diese ganze „normale“ und alltägliche Zoophilie in einer sehr erfrischenden und überaus lesenswerten Art und Weise, dass sich hieraus ein klarer Lesetipp ableiten lässt!

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