Männer, Frauen, niemand sollst du trauen…

Die liebe Little B. hat einen Blogpost mit dem Titel „Ich bin ich“ geschrieben. Inspiriert wurde sie von Dorothea und Christian, diese wiederum von Isa. Und nun komm ich irgendwie ins Spiel.

Es geht um eine Männer-Frauen-Assoziationskette. Und without much more ado… ich fang einfach mal an…

Meine Lieblingsfarbe ist blau, früher war es jahrelang schwarz, anthrazit, dunkelgrau und alle Töne dazwischen. Allerdings meine Lieblingsjacke hat einen ziemlich besonderen rot-orange-rost-Ton. Und sonst mag ich insgesamt derlei Rottöne sehr gern. Taubenblau und Taubenrot oder so.

Ach, Taubenblau, da bleibe ich mal. Diese Farbe liebe ich sehr, mehr noch als jede andere. Zumindest fast. Vor Jahrzehnten hatte ich übrigens ein Matchbox-Auto in dieser Farbe. Fragt nicht, was für ein Auto das war. Aber davon abgesehen sind Autos nicht so ganz mein Thema. Eigentlich gar nicht. Ich mag manche vom Aussehen, andere nicht. Und ein Mercedes kann ich von einem Audi unterscheiden, indem ich schaue, was draufsteht. In einem BMW bin ich einmal gefahren und hab es instant gehasst. Tiefer, härter, blablabla ist gar nicht mein Thema.
Ach, und demnächst werde ich ein neues Auto kaufen. Welche Marke, welche Reihe, welches Dings – ich bin da ganz leidenschaftslos: ich habe Anforderungen, und das Auto, dass diese am besten erfüllt, wird es.

Leidenschaftslos. Eiskalt. Blutleer.

Blut ist auch ein schönes Stichwort. Zumindest assoziativ. Ich gehe einen Schritt weiter und lande beim Grillen.

Ich bin ein Mann. Männer lieben Grillen. Ergo liebe ich Grillen. (Ihr dürft euch jetzt einen lauten, nervigen Fehlersound vorstellen.) Grillen gehört zu den Dingen, auf die ich gut verzichten kann. Sicherlich weil ich kein Freund von Essens-Events bin. Aber auch, weil ich kein Freund von großen Fleisch-Portionen bin.

Sonst esse ich Fleisch, insgesamt gern. Aber ich bin da sehr eigen, Fett, Speck und sowas… man bringe mir einen Eimer. Andererseits brauch ich kein Fleisch, wenn ich mal eine Woche keines bekomme, stört mich das nicht. Mal so, mal so.
Ganz anders sieht es allerdings mit Salat aus – den könnte ich wohl jeden Tag essen. Feldsalat, Tomaten, Paprika, Spinat… das mag ich doch sehr gern.

Und vom Spinat können wir einfach einen Schritt zu Popeye machen. Oder größeren Sprung. Muskeln, Eisen fressen, Pumpen… alles nicht mein Ding. Ich bin eher der Läufer-Typ. Aber vor allem aus Müssen, und wenn ich wieder richtig drin bin, auch wollen 🙂
Zuschauen dagegen ist gar nichts für mich. Die großen Events: Olympische Spiele – nope. Fußball-WM – würg. Ich finde daran nichts. Das ist leicht gelogen – manchmal schaue ich gern mal ein paar Minuten zu, vor allem Skispringen find ich ein bisschen interessant. Aber nach einer halben Stunde ist das Interesse erlahmt. Alle anderen Sportarten noch weniger. Und beim Fußball habe ich wohl noch nie ein ganzes Spiel gesehen.

Vom Fußballspiel zum Computerspiel ist’s nur ein mäßiger Schritt. Und da sind wir ein bisschen in meinem Metier: manch einer (viele) weiß: ich spiele sehr gern und viel. Vor allem natürlich als diese Dame: Nyx vom Hades. (Darauf möchte ich nicht weiter eingehen, das ist bekannt und bereits beschrieben.) Ganz viel und vor allem spiele ich First Person Shooter (FPS), aber sonst auch gern Point’n’Click Adventures, Rätselspiele und dergleichen mehr. Aber nie im Wettbewerb mit anderen Leuten. Ich möchte mich nicht mit anderen messen, ich möchte zusammenarbeiten, gemeinsam etwas erreichen.
Aber irgendwie kann ich mich nicht überwinden, etwas zu tun, was ich als falsch, böse, gemein empfinde. In diesem Sinne kann ich auch nicht Computerspiele spielen, um auch mal die Gegenseite der Moral zu erkunden.

Technik, das ist ein auch so ein Punkt. Bei Autos ist das relativ einfach: es gibt immer weniger, dass man selbst machen kann, da bei modernen Autos viel Elektronik verbaut ist, woran man nichts ändern kann. Dazu hat kaum jemand noch ein Schweißgerät zuhause stehen. Aber so ’n Ölwechsel geht schon. Naja, nicht für mich. Und auch sonst kaum etwas, was über Lampentausch, Öl nachgießen etc. hinausgeht. Im Haus sieht es dabei nicht viel anders aus: ja, ich kann ein wenig mit der Bohrmaschine umgehen (was auch nicht sooo schwer ist) und schaffe es auch meistens, Nägel in Wände zu hauen (wenn auch nicht wirklich gerade), aber das war’s eigentlich auch schon. Hat mich auch noch nie interessiert.
Im Bereich Computertechnik bin ich hingegen ein bisschen besser: so gegen 1993 habe ich das erste Mal an einem Rechner rumgeschraubt, danach auch hier und dort einen selbst zusammengebaut oder repariert. Heute setze ich schon mal neue Komponenten ein, aber zum Selbstzusammenbau fehlt mir inzwischen die Lust.
Löten hab ich auch schon mal gemacht, aber hier fehlt mir das Wissen, was ich da genau tue – wozu muss ich genau diesen Widerstand oder Kondensator dort hinlöten? Das interessiert mich aber auch nicht sonderlich.

Oben beim Computerspiel bin ich schon auf dem vielleicht etwas angestaubten Begriff „Moral“ gekommen. Und auch Wettbewerb kam oben schon einmal vor. Ich finde für mich, Menschen sollten gemeinsam daran arbeiten, großartige Dinge zu leisten. Das braucht irgendwie Moral und dem widerspricht der Wettbewerb. (Zumindest manchmal.)
Und irgendwie zum Thema „zusammen und nicht gegeneinander“ auch diese Reihe von Assoziationsketten verschiedener Blogger*innen. Womit ich wieder beim Anfang bin…

Ach, übrigens, der Titel stammt aus einem Lied des Films Müllers Büro: Männer Frauen
Davon abgesehen ist der Titel nur eine Assoziation zu den Begriffen „Männer / Frauen“ und um Assoziationen geht es hier ja auch irgendwie…

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