Bezahlen im Internet I: wofür ich zahle

Toban B. - Without money

Toban B. – Without money

Beim BarCamp Nürnberg habe ich eine Session über Geldausgeben im Internet gemacht. Für den Bereich Zahlen im Journalismus habe ich vorher schon mal einen Artikel geschrieben (Artikel bezahlen im Web). Irgendwie scheint mich dieses Thema nicht ganz loszulassen 🙂
Andererseits, da ich auch für meine Arbeit bezahlt werden möchte… (abgesehen von diesem Blog selbstverständlich, aber das ist ja auch Hobby und keine Arbeit).

Aber nun Zitronensaft bei die Schnitzel: wofür zahle ich eigentlich so bei virtuellen Gütern und Services? Und warum?

Von Steam hatte ich ja bereits berichtet. Inzwischen habe ich 61 Spiele, und noch nicht alle aktiviert. Für drei Monate denke ich, ist das schon ne ganze Menge. Es hat mich ein kleines bisschen Überwindung gekostet, für virtuelle Güter zu zahlen, aber es ging dann doch – wobei ganz sicher auch von Vorteil war, dass viele davon Sonderangebote waren.
Andererseits ist es freilich so, dass sich das Business nur ins Internet verlagert hat: vorher habe ich CDs/DVDs gekauft, heute kaufe ich im Internet. Computerspiele sind ja immer virtuell.

Es gibt noch diverse weitere Services, die sich nur ins Internet verlagert haben: der Versandhandel (der ja auch schon ziemlich alt ist), Videotheken/Pay TV (die inzwischen durch Streaming ersetzt wurden), um nur einige zu nennen.

Andererseits gibt es heute ja Services, die es vor dem Internet nicht gab, ganz neue Geschäftsfelder. Bei flickr, zum Beispiel, bin ich schon lange zahlender Kunde. (Wobei ich da schon seit langem nichts mehr hochgeladen habe…). Damals hatte flickr für Normal-Nutzer einige Nachteile (Werbung, begrenzter Speicherplatz, begrenzte Anzahl von Sammlungen), die in der kostenpflichtigen Version wegfielen.

Weiterhin zahle ich für last.fm – aber warum eigentlich? Naja, eigentlich tatsächlich, weil ich es cool finde, wie meine gehörten Lieder getrackt werden, ich mir Statistiken ansehen kann, was ich wann hörte, wie oft eine Band, CD, ein Lied dran kam, wen ich lange nicht mehr hörte und dergleichen mehr. Und es kommen immer wieder interessante Vorschläge. Außerdem hat last.fm auch einige Lieder zum kostenfreien Download.

Für meinen Maildienstleister zahle ich auch. Als zahlender Kunde hat man einige Vorteile: werbefrei, mehr Speicherplatz, mehr E-Mail-Adressen und so. Da E-Mail mir sehr wichtig ist, und ich es gut finde, alle meine E-Mails (auch sehr alte) per IMAP im Zugriff zu haben, sind mir die 5€/Monat nicht zu viel…

Die Krautreporter unterstütze ich auch noch. Wobei ich bin bisschen enttäuscht bin – irgendwelche neuen Impulse zum (Online-) Journalismus sind bislang ausgeblieben. Aber ich denke, ich werde denen noch ein Jahr geben…

Dass ich für diesen Webspace Geld zahle, ist klar 🙂 . Außerdem noch für einen VServer zum Spielen, für ein paar weitere Domains und meine professionelle Seite unter mariohanneken.net

Erzähl mir noch einer was von Kostenloskultur im Internet!
Btw wie sieht’s bei euch aus? Wofür zahlt ihr so im Internet?

Bild: Without Money von Toban B. – Lizenz: CC BY-NC 2.0 – via flickr

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