Meine 2 Cent: Bloggerverband und -versicherung

Hirnrinde schreibt von Säuen, die immer wieder aufs Neue durchs Bloggerdorf getrieben werden und nennt als Beispiel den Bloggerverband bzw. die -versicherung. Komisch ist, dass ich, sobald die Begriffe in mir ein tiefes Misstrauen auslösen.

Am leichtesten ist das mit der Bloggerversicherung zu erklären: die meisten Fälle, in denen normale Blogger Hilfe brauchen, dürften Abmahnungen sein, und zwar wohl in zwei Fällen:

  • Urheberrechtsverletzungen
  • Üble Nachrede und dergleichen

Bei Urheberrechtsverletzungen dürften die meisten Fälle klar sein, da gegen Nutzungsrechte verstoßen wurde, Lizenzen nicht eingehalten, Inhalte kopiert wurden etc. Diese Fälle würde keine Versicherung übernehmen. Beim zweiten Punkt wäre es ähnlich. Die wirklichen Grenzfälle, wie z.B. diese Pixelio-Geschichte oder der unglaubliche Demagoge Zwanziger dürften die absolute Ausnahme sein.

Insofern wäre die Bloggerversicherung toll, zumindest für diejenigen, die tatsächlich vollkommen unverschuldet solche Probleme bekämen. Wer nur einen winzigen Fehler gemacht hat, durfte zahlen, wird aber nie was kriegen.

Das Thema Bloggerverband erinnert mich an die digiges oder auch die Gema: irgendwelche Alpha-Blogger, Paradiesvögel oder Schreihälse wollen dann plötzlich für sich in Anspruch nehmen, für uns ganz normalen X-, Y- und Z-Blogger zu sprechen. Tun sie natürlich nicht, weil sie – da ähneln sie Politikern – keine Ahnung (mehr) davon haben, was uns wirklich umtreibt. Sie sprechen dann nur für die restlichen A-, B-, C-Blogger und Alle meinen, wir sind mit im Boot. Beispiel: ich möchte wohl wissen, wie viele von uns die Themen Presseausweis oder „Journalist sein“ interressieren.
Es müsste zwei Verbände geben: einen für die professionellen Blogger und einen für die Hobbyblogger. Und der zweitgenannte hätte kein Standing neben dem ersten, da wir Hobbyblogger keine wirkliche Reichweite im Vergleich zum Profibloggerverband aufbauen könnten.

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