Mein neues Spielzeug: Sony EBook-Reader

Sony EBook-Reader

Sony EBook-Reader TR3S

Vor kurzem habe ich mir den Sony TR3S gekauft, das ist eine Sonder-Edition des Sony PRS-TR3-Readers, die es wohl nur bei eBook.de gibt. Ich hatte mir außerdem den Tolino Shine angesehen, der ebenfalls einen sehr guten Eindruck macht, aber leider im Bereich PDF nicht überzeugt: beim sogenannten PDF-Reflow, bei dem die Anzeige je nach gewünschter Schriftgröße und -art angepasst wird (Zeilenumbrüche etc.), wird beim Tolino das Dokument in Text umgewandelt und bei Sony tatsächlich die Anzeige an sich geändert.
Da ich vorhabe, eher PDFs zu lesen als normale EBooks, ist mir dieses Feature sehr wichtig.
Der Tolino hat allerdings eine (laut Tests) sehr gute Beleuchtung (die LEDs sind im Rahmen eingelassen), aber das war mir nicht so wichtig…

Aber, fragt ihr euch vielleicht, warum habe ich mich gegen den Amazon Kindle, entschieden? Eigentlich ganz einfach: zum einen mag ich freie Formate, wie z.B. epub, das für den Kindle in das propietäre Format azw umgewandelt werden muss, was auch die Onleihe in den Bibliotheken (in der Stadtbibliothek Offenbach bin ich selbstverständlich Mitglied 🙂 ) betrifft. Zum anderen ist mir Amazon inzwischen ganz einfach zu groß und mächtig. Und Monopole haben noch nie etwas Gutes bewirkt.

Und nun zum Reader selbst: die Größe und das Gewicht sind wirklich super, ich kann den ganz einfach in der Innentasche meines Mantels verstauen und spüre das zusätzliche Gewicht gar nicht. Die Oberfläche ist leicht gummimiert und deshalb ist das Gerät ein echter Handschmeichler.

Wenn ihr euch das Bild anschaut, sehr ihr unten fünf Tasten:

  • Seite vor
  • Seite zurück
  • Home
  • Enter
  • Menü

Die meisten Punkte sind selbsterklärend. Über die Menütaste öffnet sich ein Menü

  • Seitennavigation
  • Notizen
  • Schriftart
  • Ansicht anpassen
  • Handschrift
  • Mehr
  •     Suche
  •     Seiten-Synchronisation
  •     Auf Facebook posten
  •     Ausrichtung
  •     Einstellungen

Seiten-Synchronisation geht, glaube ich, mit Evernote, was ich ebensowenig nutze wie die Facebookschnittstelle. Die Suche ist ein ganz großer Vorteil von EBooks gegenüber Papier-Literatur, die Schriftart-Anpassung ebenfalls – ich habe durchaus einige Bücher, die mir eigentlich zu klein gedruckt sind, und die ich allein deshalb ungern lese. Notizen sind sicherlich auch nicht schlecht, habe ich allerdings noch nicht benötigt – der Reader ist ja noch ganz neu 🙂

Sonst noch ein paar weitere Features: WLAN, der verbundene Shop kann ebook.de sein (wo ich das Gerät gekauft habe), aber auch jeder andere (außer Amazon natürlich, man beachte das Format…). Es gibt einen Browser, den ich allerdings nicht ausprobiert habe (mein Smartphone hat nen besseren…). Die Wörterbücher sind deutsch, englisch, französisch, spanisch, italienisch, niederländisch. Das Display hat einen guten Touchscreen, der sich allerdings – technische Einschränkung – nicht mit dem von Smartphones oder Tablets messen kann.

Der EBook-Reader war insgesamt eine sehr gute Anschaffung. Ich bin sehr zufrieden, wobei der Reader noch sehr neu ist…

Das Buch, das ich gerade lese „Wo ist der Beweis? – Plädoyer für eine evidenzbasierte Medizin“ kann bei testingtreatments.org kostenlos heruntergeladen werden. Die Meisten können wahrscheinlich mit dem Begriff nichts anfangen. Ich zitiere einfach mal wikipedia:

Evidenzbasierte Medizin […] ist eine jüngere Entwicklungsrichtung in der Medizin, die ausdrücklich die Forderung erhebt, dass bei einer medizinischen Behandlung patientenorientierte Entscheidungen nach Möglichkeit auf der Grundlage von empirisch nachgewiesener Wirksamkeit getroffen werden sollen.

In meinem (hüstel) jugendlichen Leichtsinn dachte ich bislang, dass die Medizin seit ungefähr Entdeckung des Penicillins empirisch ist. Andererseits gibt es ja auch Gesundheitsminister, die Homöopathie gut finden (und Kultusminister, die Kreationismus lehren möchten!) Das Buch ist sehr gut geschrieben, auch für Laien (wie auch ich einer bin) gut verständlich und äußerst interessant.

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