Blutspenden – Schwule müssen draußen bleiben

Heute ist Weltblutspendetag, ein Tweet von Endzeitkind hat mich auf einen interessanten schockierenden Sachverhalt aufmerksam gemacht:

Als ich es las, glaubte ich an ein Missverständnis, oder daran, dass es diese Regelung vor Jahrzehnten mal gegeben hat und noch in den Köpfen spukt. Darum schaute ich mal kurz nach: auf wikipedia steht, dass „Männer, die Sex mit Männern haben“, „nach den derzeit gültigen Richtlinien der Bundesärztekammer […] als Blutspender dauerhaft auszuschließen“ (PDF bei der Bundesärztekammer).

Okay, dann habe ich noch einen zweiten, guten Grund, nicht spenden zu gehen. (Der erste ist, dass es mich unendlich stört, wie sehr DRK & Co. auf die Folgen von zu wenig Blut hinweisen, aber das gespendete dann richtig teuer verkaufen. Das ist so ähnlich, wie diese Bettlerinnen in den Straßen, die mithilfe von Mitleid erregenden Kindern betteln.)

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5 thoughts on “Blutspenden – Schwule müssen draußen bleiben

  1. Das hängt wohl mit dem Vorurteil zusammen, dass Homosexuelle häufig wechselnde Partner haben. Zwar wird das Blut grundsätzlich auf Aids getestet, aber es dauert ja einige Zeit, bis Aids im Blut nachgewiesen werden kann. Als Frau muss man beim Blutspenden auch angeben, mit wieviel verschiedenen Partnern man in den letzten sounsoviel Wochen Sex hatte. Oder so ähnlich. Jedenfalls erinnere ich mich noch daran, dass ich die Fragen ziemlich persönlich fand, als ich das erste und letzte Mal Blut spenden wollte.

  2. Als ich das im Radio gehört habe, habe ich mich geschüttelt. Ist es eine Diskriminierung oder gibt es wirklich akzeptable Gründe – s. Insa?

  3. Danke, ihr beiden, für den Kommentar.
    Ich bekam auch per Twitter die Aussage, dass man bei der Blutabgabe angeben muss, ob man häufig wechselnde Sexualpartner hat. Es sei denn, man ist schwul, weil dann ist es ja bekannt, dass die promisk sind und dauernd mit anderen Menschen ins Bett springen… Das heißt also, laut BuÄK können Heteros und Lesben promisk sein, Schwule und männliche Bisexuelle sind es… (Ich kann hier nicht aus eigener Erfahrung berichten, aber mir scheint es ein wenig verwegen, diese beiden Dinge zu verquicken.)

  4. @Mario H.: Ja, es wird anhand der sexuellen Orientierung „entschieden“ Insofern ist das diskriminierend.

  5. Hehe, neeee… das ist einfach eine Tatsache! Männer würden immer und überall und mit jedem Liebe machen, wenn wir Frauen sie nicht davon abhalten würden und ständig Migräne hätten… 😉

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