Gedanke zu Homöopathie

Wenn Placebos genauso gut wirken wie Homöopathie, und Homöopathie in den Heilmittelkatalog aufgenommen wird, müssen dann nicht auch Placebos aufgenommen werden? Darf man dann überhaupt noch Doppelblindversuche mit Placebos machen (die dann ja Heilmittel sind)?

Oder ist das vollkommen egal, weil wer Homöopathie als Heilmittel zulässt, eh seine Standards vergessen darf?!

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7 thoughts on “Gedanke zu Homöopathie

  1. Jetzt wird’s kunterbunt hier 🙂
    1. Bitte nicht Homöopathie mit Naturheilkunde verwechseln. In der Diskussion über den Heilmittelkatalog geht es um naturheilkundliche Mittel allgemein, nicht nur um Homöopathie.
    2. Bezüglich Homöopathie bin ich bei dir. Halte ich auch für Humbug.
    3. Wenn Menschen auf Homöopathie schwören und sie ihnen „hilft“. Why not? Genauso wie Placebos.
    4. Wenn Homöopathie hilft, ist sie in der Regel wesentlich preiswerter für die Kassen als die üblichen Medikamente.
    5. Doppelblindstudien können mit Heilmitteln und Placebos, die entweder selbst Heilmittel sind oder eben nicht als solche anerkannt sind. designed werden.

    Das ist ein weites Feld.

  2. Danke für den Kommentar, Basadai.
    Ein Punkt, der sicher wichtig und von mir nicht genannt wurde, ist, dass ich diesen Text ganz allgemein meinte. Ich kenne den Stand der Diskussion nicht und meine auch diedsen nicht.
    Okay, man kann Doppelblindstudien mit Medikamenten entwerfen und schauen, ob dieses besser wirkt als Wasser. Aber wenn man diese mit Placebos durchführt und Placebos genauso gut wirken wie Homöopathie, dann müssen Placebos auch aufgenommen werden. Schließlich wirken sie ja gut 😉

  3. Aber ist es nicht auch so, dass Placebos gelegentlich genauso gut wirken wie herkömmliche Medikamente (ich meine jetzt nicht homöopathische). Dann müssten Placebos ja ohnehin in den Heilmittelkatalog aufgenommen werden.

  4. @Basadai: immer das gleiche 🙂

    @Insa: ein Medikament, das genausogut wirkt, wie ein Placebo, wirkt nicht und sollte deshalb nicht augenommen werden. Es gibt solche Medikamente, die in den Heilmittelkatalog aufgenommen wurden, aus unterschiedlichen Gründen. Das wird in Zukunft häufiger vorkommen, weil die Pharmazeuten bald alles auf den Markt bringen dürfen, wenn sie nur behaupten, dass es wirkt. Die Pharmabranche ist nun mal ein guter Freund von Schwarz/Gelb und die Regierung dankt dafür…

  5. Liebe Insa: Placebos wirken, weil der Patient daran glaubt und dadurch seine Selbstheilungskräfte aktiviert werden. Das wird auch jeder Schulmediziner so bestätigen. Genau deswegen werden sie ab und verabreicht.
    Lieber Mario: Die Pharmabranche ist ein Freund jeder politischer Partei. Es hat noch kein Gesundheitsminister geschafft, denen Paroli zu bieten, geschweige denn anderen Lobbyisten. Das Gesundheitswesen ist schlimmer als die Automobil-Mafia (O-Ton eines Krankenkassenvorsitzenden, der natürlich nicht genannt werden will *g*).

  6. @ Mario: Dein Umkehrschluss „ein Medikament, das genausogut wirkt, wie ein Placebo“ (Mario) ist unzulässig. Es sagt nicht dasselbe aus wie „dass Placebos gelegentlich genauso gut wirken wie herkömmliche Medikamente“ (Insa). Ob Placebos genauso gut wirken wie Medikamente, hängt nicht vom jeweiligen Medikament ab, sondern vom Patienten. Wenn jemand an die absolute Heilkraft von Medikamenten glaubt, ist die Wahrscheinlichkeit größer, dass ein Placebo bei ihm wirkt (insbesondere, wenn die Beschwerden keine organische, sondern eine psychische Ursache haben, was ja recht häufig der Fall ist). Die Tatsache, dass ein Placebo auch mal so gut wirken kann wie ein Medikament, besagt also nicht, dass das entsprechende Medikament nicht wirkt (logischer Fehler).

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