BF 11: Ein Buch, das du mal geliebt hast, aber jetzt hasst

Öhm, *rotwerd* 🙂 „Alles über Atlantis“ von Otto Muck
Warum?!
Ganz einfach: wenn man dieses Buch liest, dann denkt man, dass es (im Bermuda-Dreieck) da irgend etwas gibt, das da irgendwelche Anomalien verursacht. Das klingt alles so logisch und durchdacht, aber gar nicht so einseitig wie man’s von von Däniken kennt. Es ist alles so klar und (eigentlich doch gar nicht so) einfach. Der Leser ist irgendwann absolut davon überzeugt, dass es da etwas geben muss.
Und dann beschäftigt man sich näher mit diesen ganzen Geschichten. Und merkt, dass es eben doch nicht so einfach ist

  • Die Bermuda-Dreieck-Gläubigen behaupten, jedes Schiff, das im Atlantik verschwunden ist, sei dort verschollen. Zur Not wird das BM bis zu den Azoren ausgeweitet.
  • Alternative Erklärungsmöglichkeiten werden verschwiegen, Gerüchte wie Tatsachen behandelt (Flight 19)
  • Meteorologische und ähnliche Besonderheiten nicht in Betracht gezogen

Zu Atlantis allgemein sollte man sich über folgende Dinge Gedanken machen:#

  • Was sagte Plato, wie viele Menschen würden dort gewohnt haben? Und wann?
    Bronzezeit!
  • Wie groß soll Atlantis gewesen sein und wo gelegen?
  • Kann damals überhaupt die Technik und Kultur soweit gewesen sein?
  • Warum erzählt nur Plato von Atlantis? Und warum in einer Schrift über Staatsformen?
  • Kann es nicht sein, dass er eine Tatsache „mythisierte“? Das heißt, eine untergegangene Kultur nachträglich mit neuen Möglichkeiten überhöhte?

Zusammengefasst:

  • das Bermuda-Dreieck ist nur Fiktion
  • Atlantis nur ein Mythos bzw. wesentlich ausgeschmückt

Und das erfährt man nur aus anderer Literatur, in der dann auch weitere Informationen stehen und die zum Nachdenken anregt.

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