Bücherstöckchen (reloaded)

Die liebe Malu hat mir ein Bücherstöckchen zugeworfen.
So geht’s:

  • Nimm das nächste Buch in deiner Nähe mit mindestens 123 Seiten
  • Schlage Seite 123 auf
  • Suche den fünften Satz auf der Seite
  • Poste die nächsten drei Sätze
  • Wirf das Stöcken weiter *schmeiß*

Auf das nächste Buch in meiner Nähe hatte ich keinen Bock (eh nur Fachliteratur 🙂 ), also habe ich mich mit einer Stoppuhr vor das Bücherregal gestellt und die Zahlen, die dann auftauchten, addiert. 12:75 = 87.
Das ist von Hansjörg Hamminger und Bernd Harder, und der Titel lautet „Was ist Aberglaube – Bedeutung, Erscheinungsformen, Beratungshilfen“

Ein Mensch kann im Lauf der Zeit immer unfähiger werden, Entscheidungen zu treffen und Probleme anzugehen, ohne auf ein Horoskop oder auf einen Rat der Kartenlegerin zurückzugreifen. Wie bei einem Alkoholiker, bei dem sich alle Reaktionenauf Streß und Widrigkeiten allmählich auf den Suchtstoff einengen, so daß andere Kompetenzen verloren gehen, engt sich das Spektrum des möglichen Problemlösens auf den Aberglauben ein. Ohne Horoskop zu entscheiden, ob man die Unterschrift unter den Mietvertrag setzen soll oder nicht, wird für den sternengläubigen Menschen bald ebenso schwierig, wie es für den Alkoholiker schwierig ist, ohne zwei, drei Cognac in die Teamsitzung seiner Abteilung zu gehen.

Seite 123, Satz 6-8

Schön ist, dass dieser Teil verständlich auf die Gefahren des Aberglaubens hin weist. Das Buch ist, wie alles von Harder und Hemminger (das ich kenne), insgesamt sehr lesbar.

Nun schmeiße ich das Stöckchen weiter… und zwar an die liebe Caro

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