Firmen sollen für surfende Mitarbeiter (m/f) zahlen

Wenn zukünftig Mitarbeiter_innen aus dem Büro heraus auf Medienseiten surfen, müssen deren Arbeitgeber hierfür bezahlen. Nicht, dass wir uns falsch verstehen: wir sprechen von ganz normalen, offenen Medienseiten.

[…] nicht nur Internetkonzerne, auch die Leser der Verlagsangebote sollen zahlen, zumindest wenn sie die Informationen beruflich nutzen oder mit einem Rechner an ihrem Arbeitsplatz sitzen. Wie die Zahlungspflicht konkret umgesetzt werden soll, lässt [Christoph] Keese in Köln allerdings gezielt offen. Wie im Business-to-business-Bereich üblich werde man auf die Unternehmen zugehen und ihnen ein Vertragsangebot machen. Dabei hätten die Unternehmen ausdrücklich auch die Möglichkeit auf die Nutzung der Verlagsangebote zu verzichten. „Dass Unternehmer nein sagen und trotzdem das Angebot nutzen, kann ich mir das einfach nicht vorstellen“, erklärte Keese.

Der gesamte Artikel bei heise.de zeugt von reiner Arroganz (oder Hybris) des Axel Springer-Lobbyisten. Letzten Endes handelt es sich wieder mal um den verzweifelten Versuch, ein veraltetes Geschäftsmodell durch gesetzliche Vorgaben zu retten. Die Medien müssen sich nicht dem Markt anpassen, die Merkel sorgt schon dafür, dass sich der Markt anpasst.
Siehe dazu auch den Artikel bei …Kaffee bei mir? Im Kommentarbereich ein sind auch ein paar Links zum Thema aufgeführt. Außerdem gibt’s beim Rheinischen Merkur einen interessanten Artikel zum Thema Medien und Internet: Vom Regen in die Traufe (via BILDblog)

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One thought on “Firmen sollen für surfende Mitarbeiter (m/f) zahlen

  1. Entschuldigung, aber das ist doch jenseits jeder Realität. So wie ich mir das vorstelle müssen dann Unternehmen, die Bild.de nicht sperren wollen, zahlen? Wie soll das ablaufen? Kann nun jeder, dessen Seite auf Unternehmensservern nicht gesperrt ist, Schadensersatz fordern? Für mich ist das völlig aus der Luft gegriffen und wahrlich arrogant von Seiten des Konzerns. Ich hoffe nur, dass das Thema in Zukunft noch weiter und besser bearbeitet wird, denn so kann und will ich das nicht glauben.

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