F.J. Strauß bei Madame Tussaud in London

Von F.J. Strauß ist bei Madame Tussaud in London ein Bild ausgestellt. In der Abteilungen Helden und Bösewichter. Die SZ schreibt

Unter dem Titel „Helden und Bösewichte“ zeigt Tussauds Fotos von Strauß und Kanzleramtsspion Günter Guillaume sowie vom Hitler-Attentäter Claus Schenk Graf von Stauffenberg und dem „Roten Baron“ Manfred von Richthofen.

Das erbost die CSU: wie kann mit deren Gott – fast so strahlend wie der liebe Herrgott persönlich – mit solchen Unmenschen in eine Reihe gestellt werden.
Auch Söder kann sich nicht zurückhalten und blafft rum (SZ). Nun meldet sich ein hoher CSUler zu Wort:

Verbale Ohrfeige für Söder: CSU-Mann Freiherr zu Guttenberg ärgert sich über Söders außenpolitischen Ausflug – und watscht ihn in einer Art ab, die unter Parteifreunden unüblich ist.

(SZ)

Und zuallerletzt ein Zitat von Peter Köhler:

Asoziale Parasiten und dem Volkskörper gefährliche Schädlinge galt es auszumerzen, wobei Nationalisten und Antisemiten analog zur Hygiene, die die Bazillen abwehren sollte, „Rassenhygiene“ forderten. Im Ersten Weltkrieg hatte man verlauste Armeekleidung mit Blausäure desinfiziert. Deren Weiterentwicklung war das Zyklon B.
Offenbar geht die wirkliche Gefahr für die Gesellschaft weniger von irgendwelchen Parasiten aus als von den Parasitenfeinden. Wer „Parasit“ sagt oder denkt, weckt exterminatorische Phantasien. Wenn Neonazis ihre Gegner als „Zecken“ beschimpfen, weiß man Bescheid und auch das berüchtigte Wort über linke Intellektuelle als „Ratten und Schmeißfliegen“ offenbart, wes Geistes Kind Franz Josef Strauß war.

Peter Köhler: Warum der Osterhase Eier legt – C.H. Beck, München, 2003 – S. 65f

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