Blog-Karneval „Online-Überwachung & Co.“ – Auswertung

Zunächst einmal vielen Dank an euch alle, für die Vorschläge, die kritischen Ideen und die Verlinkungen. In letzter Zeit bzw. diese Woche hatte ich sehr viel zu tun, sodass ich mit der Auswertung nicht so recht weiter kam…
Und nun ohne weitere Worte…

Vorschläge
Frank Stohl schlägt vor, dass wir einen als Polizist Verkleideten in die Wohnungen schicken und dieser alle Tätigkeiten, alles, was zu sehen ist, notiert. (Als einfachere Lösung sollen wir – die Leser – einen Tag lang mal selbst aufschreiben, was wir so machen.)
Auf jeden Fall eine witzige Idee! Das Problem dürfte sein, dass wir die Leute nicht dazu kriegen, das zuzulassen…

Jens Ferner hat seine Vorschläge in mehreren Blogs (jens.familie-ferner.de, www.fis-aachen-dueren.de, www.informationelle-selbstbestimmung.com) veröffentlicht:

  • selbst aktiv sein, Pressemitteilungen erzeugen und somit Druck auf die Presse, die sich sehr ruhig verhält, ausüben
  • mit anderen Aktiven Zettel und Plakate verteilen. Dabei können auch solche, die provokant sind bzw. zumindest Irritationen auslösen wie „Sie wurden gesichtet bei… Bitte erklären Sie sich…“ zum Einsatz kommen.
  • Buttons und T-Shirts mit eindeutigen Aussagen tragen
  • Banner oder beschriebene Bettlaken aufhängen, z.B. an Autobahnbrücken
  • Schüler in Wettbewerben dazu bringen, sich Gedanken über das Thema zu machen

Die Idee mit den Schüler-Wettbewerben ist echt gut. Jetzt müssen wir nur noch in die Schulen kommen…

kritische Ideen
Yoshi K fragt sich, warum wir mit den alten Aktionsformen so wenige Menschen erreichen. Er sieht die Erklärung im – vom Mitbürger vermuteten und von der Politik gern behaupteten – Gegensatz von Datenschutz und Sicherheit, „Datenschutz ist Täterschutz“ etc.
Andererseits – so schreibt er – ist der Begriff „Datenschutz“ ein Buzz-Word und seien hier somit keine unbedingten Abneigungen zu erwarten…

Engelbert von Saarbreaker.com schreibt, dass es seiner Meinung nach zu früh für weitere Aktionen ist und wir zunächst das Urteil des BVerfG abwarten sollten. Des Weiteren merkt er an, dass Demos seiner Meinung nach keinen Erfolg haben, weil es zu viele gewaltbereite Demonstranten gäbe, was zu einer negativen Berichterstattung geführt habe.
Meiner Ansicht nach ist es nicht zu früh, mit Planungen oder Überlegungen zu beginnen. Auch und insbesondere, weil es immer neue und weitere Planungen gibt, die Freiheit einzuschränken. Weiterhin finde ich nicht, dass es bei den Anti-Überwachungs-Demos zu sonderlich vielen Problemen mit gewaltbereiten Demonstranten gab.

Mr. Entspannung vom feel-better-blog.de schreibt zu meinem Aufruf „Meine Antwort dazu:
selbst wenn Du die Bürger erreichst, warum glaubst Du, dass die Bürger etwas aktiv gegen dieses Thema unternehmen werden.“ Er führt seine Meinung aus „psychologisch-mentaler Sicht“ aus. Er hat eine ganze Menge geschrieben, das kaum zusammen gefasst werden kann, deshalb nur einige Aspekte ganz kurz:

  • es gibt ein latentes Misstrauen innnerhalb des Staates und der Bürger,
  • Menschen haben Angst vor Veränderung, weil Veränderung Schmerz bedeutet und
  • der Mensch neigt dazu, hässliche Dinge zu verdrängen.

(Wie gesagt, stark verkürzt.)
Ich glaube, dass diese Probleme alle nicht allzu sehr ins Gewicht fallen, insbesondere weil wir nicht viel von den Bürgern erwarten. Die meisten Menschen könnten problemlos an Demos teilnehmen oder ihre Unterschrift unter eine Protestnote setzen oder…

Verlinkungen
Verlinkt und somit meinen Aufruf verbreitet haben www.volkszertreter.de, blog.datenschmutz.net und blog-parade.de

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