Banken verstaatlichen?!

Bei Herdentrieb (einem ZEIT-Blog) fragt Robert von Heusinger, ob es nicht sinnvoll wäre, die Banken zu verstaatlichen. Dabei befindet er sich in eher liberaler Gesellschaft, er bezieht sich auf Kolumnen bei FT und FTD.

Folgendes Argument wird angeführt:
wenn die Banken straucheln, gar in großen Schwierigkeiten stecken, können sie sich darauf verlassen, dass der Staat helfend zur Seite steht (bei der IKB – bei der jedoch die KfW Miteigentümer ist – und bei Northern Rock in GB passiert) und bürgt bzw. Geld zuschießt.
Dies hat nachvollziehbare Gründe: der Fall würde sich im ganzen Land verbreiten und könnte albtraumhafte Auswirkungen haben.
Andererseits, wenn die Zeiten gut sind, dürfen die Banken ihre ordentlichen Gewinne reinvestieren bzw. ausschütten. Hier ist freilich ein ganz ordentliches Problem, welches nur darum nicht erkannt wurde, weil der Staat nicht eingreifen musste.

Dass hier etwas geschehen muss, ist klar. Ein solches Schmarotzertum können wir uns nicht leisten, insbesondere, wenn wir tief in Gerechtigkeitsdebatten stecken.
Eine Verstaatlichung sehe ich allerdings nicht als beste Lösung.
Vielleicht könnte man über diese Dinge nachdenken: Erweiterung des Einlagensicherungsfonds, der Versicherungen und des Eigenkapitals. Danach kann immer noch verstaatlicht werden…

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