Myanmar

Die Nachrichten aus Myanmar (aktueller Name für Birma bzw. Burma), wo in die Massen friedlich demonstrierender Mönche geschossen wird, beherrschen die Medien und auch die Blogosphäre.
Da liegt es nahe, sich zu fragen, was der Einzelne (auch Blogger) machen kann.
Robert Basic schlug vor, einen Burma-Day zu veranstalten, an dem entweder gar nicht gebloggt wird oder nur ein Demo-Bild (s.u.) veröffentlicht wird.
Als Termin steht nun der 04.10. fest.

Ich hingegen frage mich, warum es die Machthaber in Myanmar stören soll, wenn mal nicht gebloggt wird.

Thomas Wanhoff fragt, wie wir tatsächlich etwas ändern können: „Hilft ein Boykott? Sanktionen? Oder schlicht öffentlicher Druck auf Unternehmen?“

Martina verweist zusätzlich noch auf Diktatoren, die ihre Macht ausüben können und dürfen und dafür nicht an den Pranger gestellt werden.

Ich fühle mich ein klein wenig an die Saftblog-Geschichte erinnert, wo plötzlich die gesamte Blogosphäre berichtete. Danach ist es wieder ruhig geworden um die vielen Abmahnungen. Das dürfte uns auch hier passieren. Ich weiß, es klingt pervers, aber auch blutige Demonstrationen, Unglücke, Kriege nutzen sich ab. Die Machthaber in Myanmar müssen nur abwarten, dann können sie wieder „gefahrlos“ Mönche erschießen.
Die meiner Meinung nach einzige Problemlösung ist die von Thomas Wanhoff vorgeschlagene: sich genau zu informieren, welches Unternehmen bei welchen Schweinereien mitmischt, es öffentlich zu machen und dem Unternehmen klare Konsequenzen androhen. Und sich daran halten. Meist klappt das leider nicht…

Nun noch einige Links zur Aktion und zur Lage

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2 thoughts on “Myanmar

  1. Die Idee von Thomas hat was! Nur – ich erinnere mich z.B. an Monsanto, die ausgesprochen gut die Infos über das Unternehmen kontrollier(t)en.

    Aber sie ist dennoch ausgesprochen gut!!!!

  2. Nike in China und Coca Cola in Brasilien haben zum Teil auch einen sehr schlechten Ruf bekommen.
    Mit den von Thomas genannten Unternehmen hat allerdings kaum jemand hier was zu tun. Okay, Texaco und Daewoo (ein typisches ACME – A Company that Manufactures Everything). Aber geh mal zum Tankstellenpächter und erzähl ihm, dass du wegen der Lage in Myanmar nicht bei ihm tankst.

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