Stoiber als Bundespräsident

Einige CSUler haben Stoiber als nächsten Bundespräsidenten ins Spiel gebracht, falls Köhler nicht für eine zweite Amtszeit kandidiert (worauf nichts hinweist!).
Die Medien berichten sehr belustigt über den Vorschlag:
Die Netzeitung teasert

In Sachen Ostdeutschland ließ CSU-Chef Stoiber kaum einen Fettnapf aus, Kanzlerin Merkel versetzte er, als es um Ministerposten ging. In der Partei scheint das vergessen. Die Grünen warnen schon vor dem «Ungeheuer von Loch Ness».

Noch besser ein Kommentar bei der SZ. Dieser beginnt mit folgenden Worten

Obwohl der Sommer fast vorbei ist, gab es bisher kein richtig blödes, also gutes Sommerloch-Thema. Man redete etwas über Kurt Beck (langweilig), ein bisschen über mögliche Koalitionen im Jahre 2009 (zum Gähnen) und etliche sagten auch noch was zum Zentralabitur (oje). Am Wochenende aber wurde endlich der Durchbruch geschafft: Edmund Stoiber soll Bundespräsident werden. Das hat fast die Klasse großer Sommerloch-Themen der jüngeren Vergangenheit: „Mallorca tritt der Bundesrepublik bei“ oder „Fünf Mark für den Liter Benzin“.

Martina Kausch ist auch ganz begeistert:

Wollen wir doch nicht auf unsere täglichen Lachanfälle verzichten? Gelle?

RA J. Melchior kommentiert die Aussage, dass er grundsätzlich alles kann:

Ach, wirklich? Schade nur, dass er das seit Jahrzehnten so tapfer verbirgt! Diese stotternde Politmumie als BP – das fehlt uns gerade noch!

Ich finde die Idee aus den genannten Gründen sehr gut, auch wir haben ein Recht auf einen Komiker an der Spitze. Bei den Amis ist das ja fast normal 😉
Zumindest, wenn man all die Stilblüten und Bilder betrachtet, die im Netz kursieren.
Aber die ständige Demontage des Präsidenten durch die CSU widert mich an! Schließlich haben die ihn ja zur Wahl gestellt. Dass die SPD mal wieder reflexartig ihre Frau Schwan ins Spiel bringen, ist zwar verständlich aber auch nicht die feine englische.
Auf jeden Fall hat Stoiber derzeit so gut wie gar keine Chance. Der soll doch lieber Papst werden…

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