Stoiber – ein Niedergang

Ich frage mich wirklich, was den Stoiber umtreibt, warum er nicht erkennen will, dass er seinen Zenith überschritten hat und sich von Tag zu Tag, von Idee zu Idee nur tiefer in den Sumpf hineinlaviert. Dass er ein verd* Populist und Wendehals (dazu später mehr) ist, daran haben wir uns ja fast gewöhnt. Aber die Fehler, die sich in letzter Zeit häufen…

  • zunächst bastelt er sich in Berlin ein Super-Ministerium zusammen, wildert dabei auch rücksichts- und vernunftlos in fremden (F/S)achgebieten um dann doch plötzlich den Schwanz einzukneifen
  • dann erhält er das Angebot eines äußerst zu respektierenden Posten in Brüssel, aber möchte doch lieber in München bleiben
  • dass er kurzfristig (wenn auch mehr aus Kalkül) als künftiger Bundespräsident im Gespräch ist lassen wir mal außen vor…
  • zur „Pauli-Affäre“ brauche ich ja nicht viel zu schreiben… ein Bauernopfer zumindest hat’s gegebenn… aber der hochherrschaftliche Landesfürst selbst ergeht sich weiterhin in Arroganz
  • Pauli II – und er möchte die versuchte Königsmörderin noch nicht einmal treffen, selbst den Anstand besitzt er nicht – ein Fürst (von Strauß‘ Gnaden) macht ja auch keine Fehler
  • ganz nebenbei kommt er auch noch auf die Idee, wegen eines Steges am Starnberger See einen Wirt enteignen zu wollen (der stern berichtete), wobei die Juristen des Landkreises keine rechtliche Handhabe hierfür sahen, wenn’s um seine Interessen geht, dann kann er plötzlich reichlich kommunistisch sein…
  • der Parteivorstand spricht ihm das Vertrauen aus und er hat nichts Besseres zu tun als die Solidarität mit ihm auszureizen – er möchte bis 2013 Ministerpräsident bleiben… merkt er denn gar nicht, dass die CSU ihm einen würdevollen Abgang bereiten will?!

Martina Kausch hat darauf hingewiesenn, dass hier nicht von Putsch gesprochen werden darf, auch wenn die Boulevardmedien bereits kräftig an einer Dolchstoßlegende basteln. Nein, Stoiber ist an seinem Niedergang selbst Schuld. Und er ist selbst daran Schuld, wenn er mit Schimpf und Schande davon gejagt wird.

Wer zu spät kommt, den bestraft das Leben, werter Fürst…

Wendehals: es nervt mich ungemein, dass er immer wieder in Berlin Kompromisse aushandelt und diese dann vom heimischen Bayern angreift. Kann er nicht ein-mal zu den eigenen Beschlüssen stehen?!

Bei Mein Parteibuch findet der interessierte Leser eine eMail von Radio Transparency an Stoiber und den Rest der Parteispitze. Dort sind auch viele weitere Informationen und Kommentare zum Thema Stoiber/Pauli zu finden.

Gerade habe ich von den Grabenkämpfen innerhalb der CSU gelesen, die Kämpfe um Stoibers Posten gehen also schon los. Da soll man (Stoiber, die CSU) erstmal sagen, dass es in Bayern alles so viel toller und besser ist als in der restlichen Republik. Zu den Grabenkämpfen hat Martina auch etwas geschrieben.

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