Blogger leben gefährlich [Update]

Naja, ich habe ja immer versucht, den „Gefahren“, denen ich als Blogger ausgesetzt bin, auszuweichen. Dies insbesondere, indem ich keine fremden Bilder und Texte (es sei denn als Zitat, auch wenn sie manchmal lang werden, wie beim Text von Absurd Minds) in mein Blog lasse. Und keine Werbung mache (Banner, Google Ads etc.) um nicht als kommerzieller Anbieter zu gelten. Kontaktangaben inklusive Datenschutzhinweise habe ich auch veröffentlicht. Wen’s interessiert…
Aber jetzt meldet Telepolis, dass auch der Blogger nach der nächsten Gesetzesänderung als Journalist zu gelten hat, der nach den anerkannten journalistischen Maßstäben informieren muss.
Gelesen habe ich diese Meldung bei FINGER.ZEIT.net, wo auf einen Artikel von Robert bei Basic Thinking verwiesen wird.
Wenn man nicht sämtliche Maßstäbe im Kopf hat, kann man sich leicht mal eine Abmahnung einfangen. Wie z.B. Marcel vom Mein Parteibuch. In seinem Blog hat er auch eine Petition für ein Abmahngesetz veröffentlicht.

Es stellt sich natürlich auch mir die Frage, warum die deutsche Regelungswut sich jetzt auch an den Bloggern austoben muss. Ist es tatsächlich nur das typisch deutsche Verlangen, alles in Stein meißeln zu müssen? Für alles nur irgend mögliche Rechtssicherheit schaffen zu wollen? (Achtung Verschwörungstheorie) Oder ist es eine Erfindung, die deutschen Rechtsanwälten die Pfründe sichern helfen soll? Die Ärmsten werden immer mehr und dürfen doch nicht verhungern… Dieser Gedanke bietet sich an, sollen doch 40% unserer sogenannten Volksverräter (sorry) Volksvertreter Anwälte sein. (Keine Ahnung, wo ich das gelesen habe.)

Ich werde jedenfalls versuchen, mich an gewisse Spielregeln zu halten (wie oben beschrieben), aber meine Polemik (oder Boshaftigkeit?!) lasse ich mir nicht so schnell nehmen.

Update
Marcel Bartels berichtet in seinem Blog kritisch über eine Petition der IEBA (International E-Business Association e.V.) zum Thema Abmahnwahn. Die Kritik geht u.a. in die Richtung, dass

  • nicht nur Online-Händler betroffen sind, sondern auch Blogger und Webseiten-Besitzer und dass
  • häufig versucht wird, per Abmahnung unliebsame Meinungen zu unterdrücken

Auf jeden Fall ist die Initiative ein Schritt in die richtige Richtung. Davon abgesehen: wie sich ja immer wieder zeigt, haben Normalbürger in D keine Lobby, im Gegensatz zu Unternehmen und Wirtschaftsverbänden.

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