Küsse und Schnitzel

Liebe Mitmenschen,

*chomp chomp* by Suedeheadich bin absolut genervt und angepisst davon, dass einige – anscheinend relativ viele – Menschen nicht einfach mal hinnehmen können, dass es andere Menschen gibt, die sich von Bezeichnungen für Lebensmittel gekränkt fühlen, und die trotzdem nicht bereit sind, auf diese Bezeichnungen zu verzichten.

Warum, verdammt noch mal, können auch intelligente Leute nicht einfach mal sagen „ich ändere liebe meine Begriffe als anderen Leuten weh zu tun“? Warum müssen wir immer und immer wieder die gleichen Diskussionen führen, die gleichen Scheiß-Witze lesen… immer und immer wieder?

Es geht doch hier nur um Würde. Und um Respekt. Um Dinge, die jedem Menschen zustehen. Nicht nur mittelalten, weißen Männern. Genauso PoC (People of Color), Sinti/Roma, Behinderten, LGBTI* usw.

(Man könnte natürlich auch sagen, diese Menschen oben, haben schon genug unter White Supremacy (auch und insbesondere deutschen) gelitten und dieses Leiden muss endlich mal ein Ende haben, aber diesen Bogen will ich nicht spannen.)

Und ja, ich bin sauer, richtig stinksauer und habe echt keinen Bock mehr auf diese ganze Scheiße.

Danke fürs Zuhören (lesen).

 

(Und für die, die es nicht mitbekommen haben: es geht um die alten Begriffe für Schaumkuss und Puszta- oder Paprikatschnitzel.)

Sachspenden für Heimatstern 01/2018 [Update 1+2]

Ende April fahre  ich wieder einmal zu Heimatstern nach München und habe noch Platz im Auto. Ich bringe den tollen Menschen gern  etwas von euch mit und fahre bei Bedarf selbstverständlich auch Umwege.

Vorab kann ich auch bei euch in der Rhein-Main-Region vorbeifahren und Sachspenden abholen. Ansonsten fahre ich voraussichtlich von Offenbach über Stuttgart nach München.

Meldet euch gern, wenn ihr Spenden habt. Was genau benötigt wird, steht auf der Webseite. Bei Fragen hierzu wendet euch bitte direkt an Heimatstern.

Zusätzlich zur Liste werden auch Brillen, -putztücher, -hüllen und einzelne Brillengläser gesammelt.

Mich könnt ihr über die E-Mail-Adresse, Twitter etc. erreichen.

Danke!

[Update]

Heimatstern sammelt jetzt aus der Reihe auch Hunde- und Katzenfutter (sowie etwas gegen Flöhe) für Streuner in Griechenland. Das nehme ich also auch mit 🙂

[Update 2]

Ganz besonders werden Mittel gegen Zecken und Flöhe gebraucht.

Mudflation bei ESO

Nyx vom Hades bei ESO

Nyx vom Hades bei ESO

Über ESO habe ich ja bereits geschrieben. Ich möchte hier aber einen Aspekt des Spiels genauer anschauen, der mir immer wieder auffällt, und immer aufs Neueste fasziniert: wie Bethesda/Zenimax Online (ZOS) mit dem Problem der Mudflation umgeht.

Mudflation laut wikipedia

eine spezielle Form der Inflation innerhalb von virtuellen Spielwelten, wie MMORPGs oder MUDs. Es bezeichnet den Verfall der Währung oder den Verfall der Nützlichkeit von Gegenständen (etwa Waffen, Rüstungen usw.) und geht einher mit dem Verfall von Spielinhalten. Im Prinzip wohnt Mudflation allen (Spiel-)Systemen inne, die zentral auf Level-Ups und »Machterhöhung« der Spieler aufbauen und durch unendlichen Zufluss von Gegenständen und Spielwährung gekennzeichnet sind.

Letzten Endes muss ZOS also irgendwie Geld bzw. Gold aus dem Spiel holen oder bereits verhindern, dass Spieler es verdienen. Und das Abziehen im besten Fall ohne eigentliche Gegenleistung (Verkäufe).

Also wie macht ZOS das? Das ist das Thema dieses Beitrags.

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Eine Woche mit Heimatstern (2)

Wieder einmal war ich in München, um Sachspenden zu Heimatstern zu bringen und vor allem, um dort zu helfen.
Ich hatte es schon mal bei Twitter geschrieben: es war echte Arbeit. Richtig toll, was die lieben Menschen dort leisten. Zum Teil waren wir früh auf dem Weg und haben bis zum Abend gearbeitet. Natürlich auch an den beiden Feiertagen (Bayern) in der Woche.
Ich hatte es schon in dem vorherigen Artikel geschrieben: es ist so toll, dass Heimatstern sich bei der Hilfe nicht auf die Satzung – bzw. die Hilfe von Geflüchteten – beruft, sondern da hilft, wo es gerade nötig ist.
Gemüse auf TischWir waren in der Großmarkthalle bei der Münchener Tafel, und haben dort vor allem Baby- und Kindernahrung abgeholt, diese wird zum Beispiel nach Rumänien und Griechenland geschickt, um dort hungrigen Babies und Kindern zu helfen.

Außerdem haben wir Nahrung – Obst, Gemüse, Brot, Fleisch, Käse – an in der Bayernkaserne untergebrachte Wohnungslose und Geflüchtete verteilt. Das ist echt toll, weil man da direkt sieht, dass man die Menschen mit der Arbeit glücklich macht. Und dass es echt etwas bringt.

Dann sind wir noch nach Sonthofen zu „Runder Tisch-Asyl“ gefahren und haben einen Sprinter mit Kleidung vollgepackt.

Außer den Transporten nach Rumänien und Griechenland haben wir noch welche nach Italien und die Ukraine vorbereitet.

Es brennt an so vielen Stellen, überall – selbst im reichen Europa – gibt es Hunger und Armut.
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Gamerethos oder so

The Turing Test

The Turing Test

Manchmal ist es echt so, dass ich nicht gern an meinem Computerspiel weiterspielen mag, weil ich einen Weg gehen muss, den ich nicht gehen (oder vertreten) mag.

Bei (T)ESO beispielsweise muss ich für jemanden Partei ergreifen (und ihn dadurch retten), dessen Schuld ich sehe und den ich deshalb nicht retten würde. In dem Fall geht es darum, dass er sich gegenüber einer Religion unsensibel verhalten hat und Dienerinnen derselben nachstellte. Hat er gemacht. Und er hat eben diese Dienerinnen auf eine widerwärtige Art und Weise beschrieben. Ich musste ein gutes Wort für ihn einlegen und ihn dadurch retten. Da habe ich lieber die Quest beendet (vielleicht hätte ich ihn auch retten und danach töten können – was irgendwie auch zu Nyx vom Hades passt… vielleicht aber auch nicht).

Bei The Turing Test muss ich einem Computer helfen, wieder Einfluss auf Menschen und ein Projekt zu bekommen. Allerdings weiß ich aus Notizen, die ich las, dass es Gedankenkontrolle seitens des Computers gab und sich die Menschen dagegen gewehrt haben. Das heißt auch hier muss ich mich gegen meine eigenen Überzeugungen stellen.

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Sachspenden für Heimatstern 02/17

Demnächst – Ende Oktober – fahre ich mal wieder nach München, um die lieben Menschen von Heimatstern e.V. zu besuchen, unterstützen und Sachspenden abzuliefern. Ich habe ein nicht sonderlich volles Auto und bin gern bereit, Spenden mitzunehmen. Was aktuell oder grundsätzlich benötigt wird, könnt ihr hier und hier nachlesen. Ich bin gern bereit, im Raum Frankfurt/Offenbach, auf dem Weg nach München, etwas abzuholen und mitzunehmen.

Außerdem: nächsten Monat fahre ich in die Alte Heimat hoch. Wenn ich auf dem Weg Offenbach <-> Papenburg/Ems was abholen soll, gebt einfach Bescheid 🙂

Kleinere Umwege auf der Fahrt sind selbstverständlich ohne Weiteres möglich.

Sprecht mich einfach an.

ESO – eine Hassliebe

Zunächst einmal, damit alle wissen, worum’s in diesem Artikel geht – und Desinteressierte ihn gleich schließen können: ESO bedeutet The Elder Scrolls Online und ist ein MMO (Massively Multiplayer Online Game) bzw. genauer ein MMORPG (Massively Multiplayer Online Role-Playing Game), das aber auch sehr gut als Einzelspiel gespielt werden dann, zumindest größtenteils.
Bei wikipedia bzw. auf der TESO-Homepage gibt es weitere Infos.

Bei einem MMO teilen sich viele Menschen den gleichen Spielbereich. Das kann vorteilhaft sein, aber auch von Nachteil. Vorteilhaft, weil man dann gemeinsam Quests bewältigen kann, die man allein nicht hinkriegen würde.
Das ist manchmal natürlich ein Belügen und nicht immer von Vorteil: das Gewölbe Silumm hätte ich allein nie geschafft, aber es gab gleichzeitig ein paar Leute, die da durchgelaufen sind, und wo ich mich anhängen konnte – nun habe ich eine Quest geschafft, die zu schwer zu mich wäre, und habe eine weitere vor mir, für die ich zu schwach bin.
Andererseits hätte ich den ersten Werwolf, den ich sah, nie allein hingekriegt, aber ein wesentlich stärkerer Spieler hat mich unterstützt. Die Quest war dann vorbei. Da wäre es gut, dass ich einen weiteren Spieler hatte, der das Tier ebenfalls bekämpft.

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Die tollsten Lieder/Platten/CDs aller Zeiten

Ich habe gerade Don’t believe the hype! – Die meistüberschätzten Platten der Popgeschichte von Sky Nonhoff gelesen. Am Ende ruft der Autor dazu auf, selbst Listen mit besten Scheiben zu erstellen.
Das hat mich nachdenken lassen.

Denn wie kann ich jemals sagen, die besten CDs zu kennen? Es gibt Millionen von CDs, die ich nie gehört habe und über die ich mir somit kein Urteil erlauben kann – das gilt selbstverständlich ebneso für Musikredakteure (ich meine, in dem Buch wird sogar behauptet, dass die kursierenden Listen immer voneinander abgeschrieben werden). Welcher dieser Redakteure wird wohl jemals Jennie & The Slingers – Tales Of The Unexpected oder Steamdoll Ellie And The Hoodwinkers – Clockabilly Rumblegumption  kennen? Euch fallen sicher noch weitere Beispiele für tolle CDs ein.

Und wer schützt die Listen vor Rassismus? Der/Die ein oder Andere wird sich noch daran erinnern, dass es mal eine Fernsehshow im Deutschen Fernsehen mit dem größten Rockhits der Geschichte gab (oder so) und bei dem keine Band/Musiker schwarz war. Rock’n’Roll wurde dort nur weiß gesehen. Selbstverständlich gibt es noch weitere Fallen bei der Bewertung: es gibt schreckliche Cover; Menschen, die man einfach nicht leiden kann (ich glaube, U2 könnte ich niemals gut finden oder Guns ’n‘ Roses) und solche, die nur tolle Dinge machen können (Johnny Cash, Frank Zappa) [diese Bands/Musiker kommen aus dem Buch]. Von Elvis, den Beatles oder Rolling Stones mag ich immerhin ein paar Lieder.

Natürlich könnte ich euch auch eine Liste mit All Time Favorites zusammenstellen und mich in einem Monat drüber wundern, weil sich mein Geschmack, meine Lieblings-CDs geändert haben 🙂

Andererseits lieben wir alle Listen… mal schauen…

Blut und Knochenmark spenden

Die Strych Nina hat auf Folgendes hingewiesen

Letzten Endes bedeutet das aus meiner Sicht, dass es genügend Spender für Blut und Knochenmark gibt – ansonsten müsste man ja althergebrachte Konventionen über Bord werfen und mal schauen, in welchem Jahrhundert wir leben.

Der offizielle Grund ist meines Wissens, dass Homosexuelle (und all die anderen in der Szene) wahllos durcheinanderficken, sodass diese von geschlechtlich übertragene Krankheiten stärker betroffen sind. (Was natürlich Unsinn ist.)
Meines Wissens schlagen die bestimmenden Menschen aber immerhin nicht mehr vor, Hexen zu verbrennen, wenn sich Krankheiten allzu sehr ausbreiten…

Und ja, ich bin kein Aktivist, sondern nur faul. Aber diese Faulheit kann ich mir ja offensichtlich leisten, ohne schlechtes Gewissen haben zu müssen.

Ein paar Tage mit Heimatstern

Ich war mal wieder für ein paar Tage im Urlaub in München und habe versucht, Heimatsterin ein bisschen zu unterstützen. Bezüglich Sachspenden für die Fahrt habe ich ja bereits einen Post geschrieben. Nun, ich bin nicht nur hingefahren und habe Urlaub gemacht, sondern habe dort auch ein wenig geholfen: Kleidung sortieren, Kartons packen, tragen und sowas. Es ist wirklich schön, wenn ich auch mal anpacken kann, um zu helfen und nicht „nur“ Geld und Dinge spende, finde ich. Und es gibt bei und um Heimatstern auch so viele tolle Menschen. Es hat mir echt viel Spaß gemacht, dabei zu sein und ich mache es auf jeden Fall wieder.
An dieser Stelle möchte ich ausdrücklich und ganz bewusst meinen Respekt aussprechen für die ganzen Aktivisten, die „einfach so“ helfen, weil für sie Menschlichkeit groß geschrieben wird, weil sie das ganze Elend nicht mit ansehen können (dazu gleich mehr). Das Sortieren, Packen, Stapeln ist eine ganze Menge Arbeit, es ist anstrengend und es ist viel (Danke für alle die Spenden ihr Menschen und Organisationen da draußen!). Und das dann noch neben einer geregelten Arbeit – ja, auch die Aktivisten müssen wohnen, essen, leben. Das ist schon toll. Ich war dabei, ein paar Tage und ziehe sämtliche Hüte, die ich besitze vor diesen tollen Menschen. Danke!

Aber was ich eigentlich schreiben wollte: man (zumindest ich) merkt ja gar nicht so, wo es alles brennt, wo Hilfe benötigt wird. Ich folge auf Twitter Heimatstern und weiteren Organisationen, Aktivisten und Interessierten. Aber trotzdem. es gab so viel, das ich gar nicht mitbekommen habe: Hilfe wird in Serbien, Kroatien, Griechenland, der Türkei – um nur einige Länder zu nennen – benötigt. In Dünkirchen ist vor ein paar Tagen ein ganzes Lager niedergebrannt – die dort lebenden Geflüchteten haben zum zweiten Mal alles verloren. Gebrauchtetes medizinisches Gerät fehlt überall in den ärmeren Ländern und bei Flüchtlingsorganisationen vor Ort.

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