Blogparade „Freiheit“

Via Twitter haben Astrid und ich uns verständigt, über das Thema Freiheit eine Blogparade zu machen. Hier ist unser Aufruf zur Teilnahme:

Schon lange ist „Freiheit“ für mich ein wichtiges Thema. Deshalb habe ich vor ein paar Tagen auf Twitter diesen Tweet veröffentlicht:

„Es gibt Themen und Werte, die einen Menschen ein Leben lang begleiten. Freiheit ist für mich ein solches Thema. Was ist für Euch Freiheit? Wann fühlt Ihr Euch frei, wann unfrei? Wie äußert sich Freiheit (oder das Fehlen von Freiheit)? Und wie wichtig ist Euch Freiheit? “

Mittlerweile habe ich darauf einige spannende Antworten erhalten – auch eine von Mario (@tenebraeker) für den dieses Thema ebenfalls sehr wichtig ist.

Gemeinsam haben wir dann beschlossen, aus diesem Thema eine Blogparade zu machen. Wir laden Euch ein, über das Thema „Freiheit“ nachzudenken, in Euch reinzuhören, was Euch dazu einfällt und uns Beiträge – welcher Art auch immer – hierhin oder an das Blog von Astrid zu schicken. Alles, was irgendwie mit Freiheit zu tun, ist uns willkommen und wir sind jetzt schon neugierig, was Euch einfällt!

Am Ende wird es einen zusammenfassenden Artikel mit Links zu den Beiträgen geben.

Kurz das „Kleingedruckte“:

Wir nutzen für unsere Blogparade den Hashtag #BlogparadeFreiheit.

Unsere Blogparade läuft bis zum 30.09.2018. Die Teilnahme erfolgt über die Einstellung eines Links unter diesem Blogbeitrag oder unter dem entsprechenden Beitrag bei Astrid.

Wer keinen eigenen Blog hat, kann uns auch gerne ansprechen – wir freuen uns auch über „Gastbeiträge“.

Wir freuen uns auch über kritische Beiträge. Wir werden allerdings nur Beiträge veröffentlichen beziehungsweise verlinken, die nicht gegen rechtliche Vorschriften und insbesondere nicht gegen die Werteordnung des Grundgesetzes verstoßen.

Wie halten Sie es mit dem Bildungsbürgertum?*

Die liebe Astrid hat einen Artikel zum Thema „Bildungsbürgertum“ veröffentlicht und ich konnte nicht umhin, einen Kommentar zu schreiben. Als dieser jedoch immer bissiger und länger wurde, entschloss ich mich, ihn hier zu veröffentlichen.

Hmm, denk ich an Bildungsbürger, denk ich an „Papa, Charlie hat gesagt“ und mich im Spiegel sehe ich dann nicht. Ich finde auch, dass Bildungsbürger einen schalen Beigeschmack hat. Wenn wir an den oben genannten Papa denken, dann sehen wir auch warum. Ein bisschen denke ich bei Bildungsbürger auch an „Biedermann“ und auch das bin ich nicht. Ich sehe beim Bildungsbürger das Bildungsinteresse auch als Abgrenzung zum „Pöbel“ und als Hoffnung, ein bisschen zu denen da oben, die sich Premierenkarten leisten können, zu gehören. Aber nicht öffentlich, die Blöße gibt sich der Bildungsbürger nicht.

Der Bildungsbürger ist reich an Wissen, schnöden Mammon benötigt er nicht. Aber er hätte doch gern das ein oder andere besondere Ding, ein Klavier, einen schönen Originaldruck. Er strebt nach oben, aber gibt es nicht zu.

Aber es gibt nicht nur die da oben und die da unten, es gibt auch noch den ungebildeten Mittelstand, größtenteils Emporkömmlinge, der Goya nicht von Rioja unterscheiden kann.

Ja, aber.

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Fluchtursachen bekämpfen

Furfante - Pollution

Furfante – Pollution

Immer wieder hört man, insbesondere von konservativen Menschen, man müsse Fluchtursachen bekämpfen anstatt Geflüchteten zu helfen. Nun ja, es ist eine Binse, aber es steckt mehr dahinter.

Zunächst einmal die Frage, was die Aussage soll. Ja, es stimmt, wir müssen vor allem Fluchtursachen bekämpfen. Aber dadurch, dass ich oder jemand anders das sagt, ändert sich nichts. Ich meine, wenn ich sage, ich müsse mehr Sport treiben, werde ich auch nicht fitter. Also, was soll das? Eigentlich würde sich ja ein Folgesatz anbieten, sowas wie „aber das müssen wir international machen“ oder „wir führen den Kampf gegen den Terror doch schon“ oder so. Aber mir scheint, dass da nichts kommt.
Warum?

Weil dann viel zu klar wird, dass dahinter nur Unsinn steckt?!

Fluchtursachen bekämpfen. Fängt schon bei uns an.

Zum Beispiel habe ich heute in der aktuellen National Geographic (Print) gelesen, dass in Grillkohle – sogar die als FSC zertifizierte – Tropenholz enthalten ist. Und in Grillkohle aus „reiner Buche“ soll dies ebenso der Fall sein.

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Twitter – und jetzt?

Twitter biscuit by Mr Bootle

Twitter biscuit by Mr Bootle

Vor einiger Zeit habe ich ja meine beiden wichtigsten Twitter-Accounts gelöscht, weil ich angenervt war und sauer, und keinen Bock mehr hatte. Weil was mit Küssen und Schnitzeln. Und wie mache ich jetzt weiter?

Dass das was kommen muss, ist irgendwie klar. Natürlich1.

Derzeit habe ich drei Möglichkeiten (ja, eigentlich mehr):

  • @blariog reaktivieren
  • @nyxvomhades reaktivieren
  • neuen Account erstellen

Ich glaube, ich werde @blariog undeleten2, aber nicht mehr nutzen (um ihn zu behalten…), eigentlich liegt mir nichts an dem Account. Der ist verbrannt, für mich.

@nyxvomhades mag ich vom Namen her, den werde ich auch undeleten. Der ist zwar eigentlich ein Themen-Account, aber den werde ich wohl einfach umbiegen können, da habe ich so wenig Follower, die werden nicht böse sein – hoffe ich 🙂 Vielleicht mache ich eine Umfrage…

Einen neuen Account erstellen? Darüber habe ich nachgedacht und ein paar Namen ausprobiert. Hätte natürlich den Charme, dass ich von 0 anfange. Aber andererseits hat auch die Nyx wenige Follower, sodass das ein fast-von-0-anfangen wäre.

Oder doch Twitter einfach ganz lassen? Nach acht Jahren das Buch zumachen? Eine Idee wäre das schon.
Aaaaaaber, demnächst gibt es ein Twittertreffen in Trier, mit Führungen, Twittern, Kennenlernen und ganz viel Karl Marx. Und die Tourist Info findet die Idee super 🙂
(Das wird organisiert von der lieben @A_Christofori, der lieben @Thalestria und, nunja, mir.)

Ma schaun.

 

1 Ganz sicher bin ich mir da allerdings nicht…
2 Hmmm, gibt es ein deutsches Wort dafür? Spielt das eine Rolle oder versteht ihr mich auch so?!

Bild Twitter biscuit – Mr Bootle, Lizenz: CC BY-NC 2.0

Krautreporter – das war’s

Kündigung KrautreporterJa, wie man hier sieht, habe ich nun endlich mein Krautreporter-Abo gekündigt. Ich war schon lange unglücklich mit dem Magazin. KR war damals mit dem Slogan gestartet, der Online-Journalismus sei kaputt und sich als Lösung präsentiert.
Ich sehe eine Lösung weiterhin auch im Crowdfunding, Genossenschaftlichen und so, aber der KR ist für mich gescheitert.

Warum?

Ein Problem des Journalismus ist die Gleichförmigkeit in den Redaktionen – weiße, mittelalte Menschen aus Mittelstandsfamilien. Und genau da sehe ich bei KR auch. Da wird dann über ALG 2 (Hartz IV) berichtet, und die Information, wie viele Bescheide falsch sind – gerichtlich aufgehoben werden – ist nur eine Randnotiz. Dass diese Menschen eventuell gar nichts mehr zu essen haben, ist offenbar nicht wichtig.
Und dann schreiben Leute davon, dass sie Eigentum in Berlin haben wollen und wie sie dann mitten in Berlin gebaut haben – fehlt nur noch die Cartier-Werbung daneben.
Und dann diese ganzen Artikel darüber, wie diese ach-so-hippen, progressiven, aber doch immer gleichen Menschen leben, fühlen, arbeiten, essen. Ich sehe diese Leute immer direkt vor mir: bärtig, Anfang 30, waren im Web-Bereich, Marketing o.ä. und suchen jetzt irgendwas Neues. Letzten Endes kann ich mir sehr gut daraus eine Persona zusammenbauen, die aber nichts mit mir zu tun hat.

Man könnte es auch so ausdrücken: KR ist ein Magazin für genau das oben skizzierte Persona, und das bin ich nicht.

Küsse und Schnitzel

Liebe Mitmenschen,

*chomp chomp* by Suedeheadich bin absolut genervt und angepisst davon, dass einige – anscheinend relativ viele – Menschen nicht einfach mal hinnehmen können, dass es andere Menschen gibt, die sich von Bezeichnungen für Lebensmittel gekränkt fühlen, und die trotzdem nicht bereit sind, auf diese Bezeichnungen zu verzichten.

Warum, verdammt noch mal, können auch intelligente Leute nicht einfach mal sagen „ich ändere liebe meine Begriffe als anderen Leuten weh zu tun“? Warum müssen wir immer und immer wieder die gleichen Diskussionen führen, die gleichen Scheiß-Witze lesen… immer und immer wieder?

Es geht doch hier nur um Würde. Und um Respekt. Um Dinge, die jedem Menschen zustehen. Nicht nur mittelalten, weißen Männern. Genauso PoC (People of Color), Sinti/Roma, Behinderten, LGBTI* usw.

(Man könnte natürlich auch sagen, diese Menschen oben, haben schon genug unter White Supremacy (auch und insbesondere deutschen) gelitten und dieses Leiden muss endlich mal ein Ende haben, aber diesen Bogen will ich nicht spannen.)

Und ja, ich bin sauer, richtig stinksauer und habe echt keinen Bock mehr auf diese ganze Scheiße.

Danke fürs Zuhören (lesen).

 

(Und für die, die es nicht mitbekommen haben: es geht um die alten Begriffe für Schaumkuss und Puszta- oder Paprikatschnitzel.)

Sachspenden für Heimatstern 01/2018 [Update 1+2]

Ende April fahre  ich wieder einmal zu Heimatstern nach München und habe noch Platz im Auto. Ich bringe den tollen Menschen gern  etwas von euch mit und fahre bei Bedarf selbstverständlich auch Umwege.

Vorab kann ich auch bei euch in der Rhein-Main-Region vorbeifahren und Sachspenden abholen. Ansonsten fahre ich voraussichtlich von Offenbach über Stuttgart nach München.

Meldet euch gern, wenn ihr Spenden habt. Was genau benötigt wird, steht auf der Webseite. Bei Fragen hierzu wendet euch bitte direkt an Heimatstern.

Zusätzlich zur Liste werden auch Brillen, -putztücher, -hüllen und einzelne Brillengläser gesammelt.

Mich könnt ihr über die E-Mail-Adresse, Twitter etc. erreichen.

Danke!

[Update]

Heimatstern sammelt jetzt aus der Reihe auch Hunde- und Katzenfutter (sowie etwas gegen Flöhe) für Streuner in Griechenland. Das nehme ich also auch mit 🙂

[Update 2]

Ganz besonders werden Mittel gegen Zecken und Flöhe gebraucht.

Mudflation bei ESO

Nyx vom Hades bei ESO

Nyx vom Hades bei ESO

Über ESO habe ich ja bereits geschrieben. Ich möchte hier aber einen Aspekt des Spiels genauer anschauen, der mir immer wieder auffällt, und immer aufs Neueste fasziniert: wie Bethesda/Zenimax Online (ZOS) mit dem Problem der Mudflation umgeht.

Mudflation laut wikipedia

eine spezielle Form der Inflation innerhalb von virtuellen Spielwelten, wie MMORPGs oder MUDs. Es bezeichnet den Verfall der Währung oder den Verfall der Nützlichkeit von Gegenständen (etwa Waffen, Rüstungen usw.) und geht einher mit dem Verfall von Spielinhalten. Im Prinzip wohnt Mudflation allen (Spiel-)Systemen inne, die zentral auf Level-Ups und »Machterhöhung« der Spieler aufbauen und durch unendlichen Zufluss von Gegenständen und Spielwährung gekennzeichnet sind.

Letzten Endes muss ZOS also irgendwie Geld bzw. Gold aus dem Spiel holen oder bereits verhindern, dass Spieler es verdienen. Und das Abziehen im besten Fall ohne eigentliche Gegenleistung (Verkäufe).

Also wie macht ZOS das? Das ist das Thema dieses Beitrags.

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Eine Woche mit Heimatstern (2)

Wieder einmal war ich in München, um Sachspenden zu Heimatstern zu bringen und vor allem, um dort zu helfen.
Ich hatte es schon mal bei Twitter geschrieben: es war echte Arbeit. Richtig toll, was die lieben Menschen dort leisten. Zum Teil waren wir früh auf dem Weg und haben bis zum Abend gearbeitet. Natürlich auch an den beiden Feiertagen (Bayern) in der Woche.
Ich hatte es schon in dem vorherigen Artikel geschrieben: es ist so toll, dass Heimatstern sich bei der Hilfe nicht auf die Satzung – bzw. die Hilfe von Geflüchteten – beruft, sondern da hilft, wo es gerade nötig ist.
Gemüse auf TischWir waren in der Großmarkthalle bei der Münchener Tafel, und haben dort vor allem Baby- und Kindernahrung abgeholt, diese wird zum Beispiel nach Rumänien und Griechenland geschickt, um dort hungrigen Babies und Kindern zu helfen.

Außerdem haben wir Nahrung – Obst, Gemüse, Brot, Fleisch, Käse – an in der Bayernkaserne untergebrachte Wohnungslose und Geflüchtete verteilt. Das ist echt toll, weil man da direkt sieht, dass man die Menschen mit der Arbeit glücklich macht. Und dass es echt etwas bringt.

Dann sind wir noch nach Sonthofen zu „Runder Tisch-Asyl“ gefahren und haben einen Sprinter mit Kleidung vollgepackt.

Außer den Transporten nach Rumänien und Griechenland haben wir noch welche nach Italien und die Ukraine vorbereitet.

Es brennt an so vielen Stellen, überall – selbst im reichen Europa – gibt es Hunger und Armut.
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Gamerethos oder so

The Turing Test

The Turing Test

Manchmal ist es echt so, dass ich nicht gern an meinem Computerspiel weiterspielen mag, weil ich einen Weg gehen muss, den ich nicht gehen (oder vertreten) mag.

Bei (T)ESO beispielsweise muss ich für jemanden Partei ergreifen (und ihn dadurch retten), dessen Schuld ich sehe und den ich deshalb nicht retten würde. In dem Fall geht es darum, dass er sich gegenüber einer Religion unsensibel verhalten hat und Dienerinnen derselben nachstellte. Hat er gemacht. Und er hat eben diese Dienerinnen auf eine widerwärtige Art und Weise beschrieben. Ich musste ein gutes Wort für ihn einlegen und ihn dadurch retten. Da habe ich lieber die Quest beendet (vielleicht hätte ich ihn auch retten und danach töten können – was irgendwie auch zu Nyx vom Hades passt… vielleicht aber auch nicht).

Bei The Turing Test muss ich einem Computer helfen, wieder Einfluss auf Menschen und ein Projekt zu bekommen. Allerdings weiß ich aus Notizen, die ich las, dass es Gedankenkontrolle seitens des Computers gab und sich die Menschen dagegen gewehrt haben. Das heißt auch hier muss ich mich gegen meine eigenen Überzeugungen stellen.

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